Ackermann: Keine Beziehung zu Köllerbacher Martins-Priestern

Ackermann: Keine Beziehung zu Köllerbacher Martins-Priestern

Trier/Saarbrücken. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat gestern zu den mutmaßlichen Missbrauchsfällen durch katholische Geistliche in der traditionalistischen Kirchengemeinde St. Martin in Köllerbach mitteilen lassen (die SZ berichtete mehrfach), dass keiner der Beschuldigten ein Priester oder Mitarbeiter des Bistums Trier sei

Trier/Saarbrücken. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat gestern zu den mutmaßlichen Missbrauchsfällen durch katholische Geistliche in der traditionalistischen Kirchengemeinde St. Martin in Köllerbach mitteilen lassen (die SZ berichtete mehrfach), dass keiner der Beschuldigten ein Priester oder Mitarbeiter des Bistums Trier sei. "Weder stehen die beschuldigten Personen heute, noch standen sie zum Zeitpunkt der ihnen vorgeworfenen Taten in diesem Sinne in einer Beziehung zum Bischof von Trier", so der Pressesprecher des Bistums Trier, Stephan Kronenburg. Der Vorgänger von Ackermann, der jetzige Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hatte die Traditionalisten von Köllerbach im Jahre 2007 in einer Versöhnungsfeier zurück ins Bistum geholt, nachdem der deutsche Papst Benedikt XVI. den Tradionalisten die Tür geöffnet hatte. Die Traditionalisten lehnen die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils aus den 1960er Jahren ab und feiern die Messen in Latein, der Priester mit dem Rücken zur Gemeinde.Kronenburg schrieb dagegen, die unter Missbrauchsverdacht stehenden Personen unterstünden auch keinem anderen Bischof der katholischen Kirche, noch einer anerkannten Ordensgemeinschaft. Damit habe der Bischof von Trier keinen Zugriff auf diese Priester. Gespräche mit ihnen über die mutmaßlichen Taten seien nicht möglich. Disziplinarische Maßnahmen könnten von Bischof Ackermann nicht getroffen werden, so Kronenburg.

Die mutmaßlichen Missbrauchsopfer hätten sich bisher auch nicht an den Trierer Bischof gewendet. Das eingeleitete staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren sei wegen Verjährung der Taten eingestellt. red

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