Achtklässler aus Marpingen erleben hautnah, wie eine Zeitung entsteht

Achtklässler aus Marpingen erleben hautnah, wie eine Zeitung entsteht

Marpingen/Saarbrücken. Mit dem Bus ging es für die Schüler der Klassen 8b und 8c der Gemeinschaftsschule Marpingen ins Gewerbegebiet Süd von Saarbrücken, um vor Ort den Druckvorgang der Saarbrücker Zeitung zu beobachten

Marpingen/Saarbrücken. Mit dem Bus ging es für die Schüler der Klassen 8b und 8c der Gemeinschaftsschule Marpingen ins Gewerbegebiet Süd von Saarbrücken, um vor Ort den Druckvorgang der Saarbrücker Zeitung zu beobachten. "Erst einmal einen schönen guten Morgen": Freundlich wurden die Schüler am Eingang des Druckhauses der Saarbrücker Zeitung von zwei Mitarbeiterinnen begrüßt. Nach einer Information über die Aufgaben, die Verbreitung und den Aufbau der Saarbrücker Zeitung ging es auch schon los: Ausgestattet mit speziellen Kopfhörern, die zum einen als Gehörschutz, zum anderen dem besseren Verständnis der SZ-Mitarbeiterinnen dienten, starteten die Jugendlichen die Besichtigung im Papierraum, in dem gigantische Papierrollen in der unvorstellbaren Länge von über 14 Kilometern gelagert werden.Das künftige Zeitungspapier besteht, was sehr umweltfreundlich ist, übrigens zu 90 Prozent aus recyceltem Altpapier. Mit Hilfe riesiger Maschinen wird dieses Papier bei Bedarf eine Etage höher transportiert, wo es dann mit den neuesten Nachrichten des Tages bedruckt wird. Hier, auf der zweiten Produktionsebene, steigerte sich der Lärm, verursacht von den tonnenschweren Druckmaschinen. Den eigentlichen Druckvorgang konnten die Achtklässlern zwar nicht beobachten, doch war auch schon das Vorbeirauschen Tausender bedruckter Zeitungsseiten sehr beeindruckend. Rund 700 Kilogramm Farbe und 30 Rollen Papier werden hier Tag für Tag verbraucht. Dazu kommt noch der Einsatz von mit Text bestanzten Aluplatten, die ihren Text in einem ersten Schritt auf Gummiplatten und diese dann auf das Papier drucken.

Mensch und Maschine im Team

Nach dem Schneiden, Falten und Zusammenlegen der Seiten gelangen diese in die letzte Phase. Hier arbeiten Maschinen und Menschen gemeinsam: Eine Zeitung wird ja nicht nur über den Kaufpreis finanziert. Auch Werbung bringt große Einnahmen, und diese wird im letzten Raum nun per Hand oder maschinell der eigentlichen Zeitung beigefügt. Dass bei der Produktion nicht immer alles einwandfrei läuft, konnten die Schüler hautnah erleben. Ein kleiner Papier-stau führte zum Einstellen des Produktionsablaufs, der allerdings schnell wieder in Gang gesetzt werden konnte. Der sich anschließende Informationsfilm fasste das, was die Jugendlichen vor Ort live erlebten, nochmals kurz zusammen.Es war alles in allem ein gelungener und interessanter Einblick in die Zeitungsproduktion. Viele der Schüler hatten sich noch nie damit beschäftigt, wie Zeitungen oder Zeitschriften überhaupt entstehen. Einige fanden es aber auch vom Naturschutzgedanken her bedenklich, dass durch den Papierzerschnitt doch große Mengen an Papiermüll anfallen. Dass dieser allerdings gleich wieder im Produktionsprozess eingesetzt wird, beruhigte dann doch die kritischen Gemüter.

David P., Fabian Fries, Kevin Thiel, alle Klasse 8c der Gemeinschaftsschule Marpingen

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