1. Saarland

"Abseits der üblichen Wege laufen"

"Abseits der üblichen Wege laufen"

St. Wendel. Bekannt sind Trails vor allem aus dem Radsport, wenn Mountainbiker sich auf schmalen Pfaden halsbrecherisch den Berg hinabstürzen. Aber auch in der Laufszene erfreuen sich sogenannte Trailläufe immer größerer Beliebtheit. Motto: "Back to the roots", zurück zu den Wurzeln

St. Wendel. Bekannt sind Trails vor allem aus dem Radsport, wenn Mountainbiker sich auf schmalen Pfaden halsbrecherisch den Berg hinabstürzen. Aber auch in der Laufszene erfreuen sich sogenannte Trailläufe immer größerer Beliebtheit. Motto: "Back to the roots", zurück zu den Wurzeln. "Beim Traillauf geht es darum, wieder raus in die Natur zu gehen und abseits der üblichen Wege zu laufen", erklärt Heinrich Albrecht von der Münchner Sportevent-Agentur Plan B. Gemeinsam mit der Stadt St. Wendel organisiert Plan B von Freitag bis Sonntag die dreitägige Laufveranstaltung "Keep on Running". "Das ist etwas ganz Neues, was es in dieser Art noch nicht gibt", erklärt St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon. Weg von asphaltierten Straßen und breiten Wald-Wegen führt "Keep on Running" die Läufer mitten ins üppige Grün des Naturparks Saar-Hunsrück. Auf teils unbefestigten Wegen geht es durch Laub- und Mischwälder, wilde Bachtäler, über kniffelige Klettersteige und an alten Baumriesen vorbei. "Laufen wird hier wieder zum Naturerlebnis, fernab der hektischen Zivilisation", erklärt Plan B-Mann Albrecht. Drei Strecken über 3,1 Kilometer als Prolog, 30,7 Kilometer und 19 Kilometer, die man frei wählen und kombinieren kann, werden an den drei aufeinanderfolgenden Tagen angeboten. Genussläufer können sich einen einzelnen Lauf heraussuchen, ambitionierte Langstreckensportler können alle drei Etappen bewältigen. Für Jedermann geeignet ist in jedem Fall der Prolog am Freitag, der unter dem Namen "City Night" quer durch St. Wendel führt. Beim abendlichen Traillauf wird das Unvereinbare vereint: "Der Parcours rund um die Basilika ist verglichen mit den anderen beiden Strecken zwar äußerst kurz, aber durchaus knackig und mit Hindernissen gespickt", verrät Lauf-Organisator Albrecht. Treppen, Tunnels, steile Böschungen, Kopfsteinpflaster, Wiesengelände, Heuballen und sogar Baumstämme liegen auf dem Weg der Läufer und erfordern Konzentration und Geschicklichkeit. Lichtballons, Fackeln, Windlichter und Lichttore werden den Lauf zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Livemusik und Cheerleader sorgen dafür, dass bei Sportlern und Zuschauern gleichermaßen Stimmung aufkommt. Am Samstag bietet der Spiemont-Trail über 30,7 Kilometer dann einen herausfordernden Kontrast zur City-Night. Rund um den Spiemont wird es rau für die Läufer, die etwa 800 Höhenmeter überwinden müssen. Hierbei sind - neben sehr guter Kondition - Laufschuhe mit ordentlich Dämpfung und Grip gefragt. Das gilt auch für die dritte Etappe, den Trail um St. Wendels höchsten Hausberg, den Bosenberg. Zwar ist die Strecke gut zehn Kilometer kürzer als die tags zuvor, jedoch keinesfalls gemütlicher: Im Stakkato geht es bergauf und bergab, Zeit zum Durchschnaufen bleibt kaum. Auch an die kleinen Läufer haben die St. Wendeler gedacht: Für sie gibt es einen Kids-Trail, eine eigens angelegte Strecke mit kleinen Hindernissen.Weitere Infos und Anmeldung im Internet unter www.keep-on-running.com "Das ist etwas ganz Neues, was es in dieser Art noch nicht gibt." Bürgermeister Klaus Bouillon