Abriss nach dem "Wambefeschd"

Abriss nach dem "Wambefeschd"

Quierschied. Nach dem "Wambefeschd" (19. bis 22. August) geht es los: das alte Quierschieder Rathaus wird abgerissen. "Der Abriss war ausgeschrieben, bis Ende vergangener Woche mussten die Angebote eingereicht werden", erklärt Bürgermeisterin Karin Lawall (SPD), "am 28. Juli wird der zuständige Gemeinderatsausschuss über die Auftragsvergabe entscheiden

Quierschied. Nach dem "Wambefeschd" (19. bis 22. August) geht es los: das alte Quierschieder Rathaus wird abgerissen. "Der Abriss war ausgeschrieben, bis Ende vergangener Woche mussten die Angebote eingereicht werden", erklärt Bürgermeisterin Karin Lawall (SPD), "am 28. Juli wird der zuständige Gemeinderatsausschuss über die Auftragsvergabe entscheiden." Rund 250 000 Euro soll der Abriss des Rathauses kosten, etwa 40 Prozent davon werden über Städtebaufördermittel abgedeckt, wie Lawall der SZ sagte.Vorwürfe - vor allem aus den Reihen der CDU-Gemeinderatsfraktion - dass die Maßnahme schon viel zu lang auf sich warten lasse, weist die Verwaltungschefin zurück: "Zum einen hat der Gemeinderat erst im Herbst den Abriss beschlossen. Zum anderen mussten die umfangreichen Archive erstmal umgelagert werden. Teile des Mobiliars wurden verkauft, Arbeiter demontieren derzeit noch verwendbare Lampen und Zwischenwände. Wir wollen nichts verschwenden."

Das vom Saarbrücker Ingenieurbüro Incopa erstellte Rückbau- und Entsorgungskonzept sieht eine Dauer der Abrissarbeiten von etwa vier Wochen vor. Davon sollen die Verkehrsteilnehmer im Ortskern allerdings kaum beeinträchtigt werden. Lediglich würden auf dem Marktplatz in dieser Zeit einige Parkplätze wegfallen, weil ein Kran aufgestellt werden muss.

"Nach dem Abriss muss es ja weitergehen", blickt Bürgermeisterin Lawall nach vorne, "zunächst wird der Höhensprung zwischen Rewe-Parkplatz und Marktplatz angeglichen und vorläufig begrünt."

Später soll die Ortsmitte deutlich aufpoliert werden. Nach dem Gemeindeentwicklungskonzept (Geko) soll ein kleinerer Versammlungsraum entstehen, verschiedene Dienstleister sollen angesiedelt werden und ein Büro für Gemeinwesen, Integration und Senioren seine Türen öffnen. Für die genaue Gestaltung wolle man eine so genannte Mehrfachbeauftragung - einen kleinen Wettbewerb - für Architekten, Städte- und Landschaftsplaner ausschreiben.

Fördertöpfe anbohren

Das Quierschieder Rathaus gehört bald der Vergangenheit an. Archivfoto: Iris Maurer.

Danach sollen Investoren zur Umsetzung der Pläne gefunden werden, denn diese könnten einige Millionen Euro kosten. Darum hofft die Gemeindeverwaltung auf die Aufnahme ins europäische Förderprojekt KIWI. Damit wären die Kosten bis zur Hälfte abzudecken. Weitere Fördertöpfe können und sollen "angebohrt" werden. "Außerdem haben wir uns für das Programm Kleine Städte und Gemeinden beim Umweltministerium beworben und sind aufgenommen worden. Damit können bis zu zwei Drittel der Planungskosten gefördert werden", sagt Karin Lawall und betont, wie wichtig die Neugestaltung der Ortsmitte für Quierschied ist: "Wir stehen mit anderen Städten und Gemeinden im Wettbewerb um neue Bürger. Darum ist es wichtig, dass die neue Ortsmitte einen Eindruck des Wohlfühlens vermittelt." Doch bis dahin könnten noch einige Jahre vergehen.

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