Ab nach Spanien

Ab nach Spanien

Saarbrücken/Berlin. Ein sonniger Tag am Meer irgendwo im Süden. Leise schlagen die Wellen gegen die Klippen, ein paar Touristen spazieren am Strand entlang: Der Sommerurlaub hat begonnen. "Der Deutsche ist ein Gewohnheitstier", erklärt Torsten Schäfer, Leiter der Pressestelle des Deutschen Reiseverbandes in Berlin

Saarbrücken/Berlin. Ein sonniger Tag am Meer irgendwo im Süden. Leise schlagen die Wellen gegen die Klippen, ein paar Touristen spazieren am Strand entlang: Der Sommerurlaub hat begonnen. "Der Deutsche ist ein Gewohnheitstier", erklärt Torsten Schäfer, Leiter der Pressestelle des Deutschen Reiseverbandes in Berlin. Denn nach wie vor ziehe es deutsche Touristen ans Mittelmeer sowie an die Nord- und Ostsee-Küste: Spanien sei nach Deutschland das beliebteste Reiseziel. Griechenland habe bisher weniger Buchungen vorzuweisen als im vergangenen Jahr, so Schäfer. Dabei schränkt er jedoch ein: "Das kann sich noch ändern." Es sei aber immer noch eines der Top-Ten-Reiseziele. Barbara Klingler, Geschäftsführerin des TUI-Reisecenters in Saarbrücken, stimmt dem im Wesentlichen zu: "Griechenland läuft nicht so", bedauert sie. Oft gebucht wurden dagegen bisher Spanien, die Türkei und die Kanaren. Insgesamt gebe es sogar mehr Reisebuchungen als im vergangenen Jahr. Weniger optimistisch gibt sich Maria Lang, Gesellschafterin in der Geschäftsleitung bei Bur-Reisen: "2011 lief eher schleppend. Das ist sehr wetterabhängig." Allerdings gebe es bisher mehr Reisebuchungen als für diesen Frühling. "Im Trend sind Städtereisen", betont Lang. Bevorzugt werden dabei vor allem Ziele, die in der Nähe liegen, wie zum Beispiel Paris, Köln, Dresden, Berlin oder München.Torsten Schäfer setzt dem den großen Zuwachs an Fernreisezielen entgegen. Doch auch er bestätigt: "Städtereisen boomen." Ein Trend, der sich bereits seit 2010 abzeichne, seien die All-inklusive-Reisen, so Schäfer. 2009 und 2010 habe man noch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise spüren können. Seit 2011 gebe es nun einen großen Nachholbedarf. "Wir hatten 2011 ein Rekordjahr", sagt Schäfer. In diesem Jahr rechne man mit einem erneuten leichten Umsatzanstieg von zwei bis drei Prozent. Doch wohin auch immer die Reise geht: Man sollte dabei nicht dem Irrglauben verfallen, dass Last-Minute-Reisen automatisch günstiger seien. "Wenn das Reiseziel beliebt ist, kann das auch schon mal teurer werden", erklärt Schäfer. Wer dagegen früh buche, könne oft mit Preisnachlässen rechnen. Konkrete Angaben dazu, wie viel der durchschnittliche Tourist ausgebe, wollte keiner der Befragten sagen. Die einstimmige Behauptung lautete, dass dies schwer zu ermitteln sei. "Das hängt von vielen Faktoren ab."