Ab Mitte 2014 per Aufzug zu den Gleisen

Ab Mitte 2014 per Aufzug zu den Gleisen

Neunkirchen. Immer wieder hatte sich der barrierefreie Umbau des Neunkircher Bahnhofs verzögert, jetzt ist endlich damit begonnen worden. Am Gleis 26+27 haben die Bagger in den vergangenen Tagen Erdreich aufgehäuft, die roten Pflastersteine im Wartebereich sorgfältig und unbeschadet zur Seite gelegt

Neunkirchen. Immer wieder hatte sich der barrierefreie Umbau des Neunkircher Bahnhofs verzögert, jetzt ist endlich damit begonnen worden. Am Gleis 26+27 haben die Bagger in den vergangenen Tagen Erdreich aufgehäuft, die roten Pflastersteine im Wartebereich sorgfältig und unbeschadet zur Seite gelegt.Ursprünglich war im September 2010 von der Deutschen Bahn angekündigt worden, mit dem Umbau im März 2012 zu beginnen. Aus März 2012 wurde September 2012, Ende Januar 2013 sind die Bagger tatsächlich angerückt. Auf SZ-Anfrage begründete eine Bahn-Sprecherin diese erneute Verzögerung als witterungsbedingt. Dadurch verschiebt sich natürlich auch die Inbetriebnahme der vier Aufzugsanlagen an den Gleisen 1, 2+3, an Gleis 25 sowie Gleis 26+27. Mitte 2014 wird nun bei der Bahn mit der Fertigstellung gerechnet. Außerdem sollen windgeschützte Ruhezonen mit Sitzgelegenheiten auf allen Bahnsteigen installiert werden.

Auf das "taktile Leitsystem", das ebenfalls angekündigt worden war, müssen Blinde und sehbehinderte Bahnkunden allerdings in absehbarer Zeit verzichten. Es sei zwar geplant, die farblich abgehobenen und mit Riffeln versehenen Keramikplatten im Bodenbelag zu installieren. Aber dies erst bei einem der nächsten Bauprojekte. Für die Kunden werde es keine Beeinträchtigungen während der Bauzeit geben, teilte die Bahnsprecherin weiter mit. Lediglich in den Sommerferien werde Gleis 1 für sechs Wochen gesperrt, da die Bauarbeiten zu nah an der Gleisanlage durchgeführt werden müssen. Darüber werde rechtzeitig informiert.

Alles in allem wird die "ergänzende Maßnahme zur barrierefreien Modernisierung" des Neunkircher Bahnhofes rund zwei Millionen Euro kosten. Weitere Investitionen sind in naher Zukunft allerdings nicht zu erwarten. Schließfächer oder gar Toiletten wird der Bahnkunde in Neunkirchen also weiterhin vergeblich suchen. Die meisten wären schon froh, wenn wenigstens die Eingangshalle einigermaßen sauber wäre. Diese sieht meist aus, als würde überhaupt nicht geputzt werden, Verpackungen von Snacks und Zigaretten liegen auf dem Boden.

Die mangelnde Sauberkeit im Bahnhofsgebäude war im vergangenen November wieder einmal Thema im Neunkircher Stadtrat. Damals hatte der Chef des Bahnhofsmanagements Saarbrücken, Hartmut Fries, eingeräumt, dass die Bahn seit einiger Zeit durch den Wechsel des Dienstleisters erhebliche Probleme habe. Die Bahnsprecherin bestätigte jetzt auf SZ-Anfrage lediglich, dass das Problem bekannt sei und man mit dem Dienstleister im Gespräch sei, um Abhilfe zu schaffen. "Die Verzögerung

des Ausbaubeginns

ist durch das Wetter bedingt."

Eine Bahn-Sprecherin