1. Saarland

Ab 2014 müssen Marpinger Vereine tiefer in die Taschen greifen

Ab 2014 müssen Marpinger Vereine tiefer in die Taschen greifen

Der Marpinger Gemeinderat hat eine Nutzungs- und Entgeltordnung für die gemeindeeigenen Gebäude beschlossen. Diese tritt ab Januar in Kraft. Nach den Sporthallen verlangt die Kommune nun auch Geld für andere Räume.

Geld ist in der Gemeinde Marpingen knapp. Deshalb hatten die Räte im April während der Beratungen zum Haushaltssanierungsplan entschieden, die Vereine künftig stärker zur Kasse zu bitten, wenn sie die Hallen der Kommune nutzen wollen.

Bislang mussten sie in den Sporthallen in Marpingen und Alsweiler, im Berschweiler Dorfgemeinschaftshaus und in der Urexweiler Mehrzweckhalle ein Euro pro Stunde Trainings- Übungs- oder Spielbetrieb bezahlen. Leicht hatten sich die Politiker die Entscheidung damals nicht gemacht. "Wir hatten davor nie Gebühren erhoben", sagte Bürgermeister Werner Laub (SPD) im SZ-Gespräch. 9500 Euro Einnahmen pro Jahr verspricht sich die Gemeinde dadurch.

Als nächstes stellte sich die Frage: Was ist mit anderen gemeindeeigenen Gebäuden wie dem Hiwwelhaus oder der Alten Mühle? Laub: "Es wurde ein Arbeitskreis gebildet, der sich mit den Gebäuden insgesamt und einer Entgeltordnung beschäftigt hat." Diese Nutzungs- und Entgeltordnung war nun Thema während der Marpinger Gemeinderatsitzung. Ergebnis: Zum Jahreswechsel tritt sie in Kraft. Vorausgegangenen war eine lebhafte Diskussion.

So hatte die CDU beispielweise vorgeschlagen, dass Jugendgruppen nur 50 Cent pro Stunde zahlen sollten.