1. Saarland

70 junge Leute im Schullandheim

70 junge Leute im Schullandheim

Berschweiler. Eine ganze Woche lang war kürzlich die Elite der europäischen Tischtennisjugend zu Gast in der Gemeinde Marpingen

Berschweiler. Eine ganze Woche lang war kürzlich die Elite der europäischen Tischtennisjugend zu Gast in der Gemeinde Marpingen. Genauer gesagt in der Biber-Burg Berschweiler, wo etwa 70 der 100 aus Kroatien, Deutschland, Polen, Slowenien, Rumänien, Luxemburg, Portugal und Polen stammenden Jungen und Mädchen zwischen neun und 18 Jahren wohnten, während in der Sporthalle in Alsweiler trainiert und gespielt wurde (wir berichteten). "Zustande kam das Ganze auf Initiative von Rainer Kirsch, dem Vorsitzenden der Tischtennisgemeinschaft Marpingen-Alsweiler, und von Bürgermeister Werner Laub, der selbst im Tischtennisverein aktiv ist", erklärt Birgit Kurfer vom Vorstand des Schullandheim-Vereins. Laub findet, "dass es eine tolle Sache ist, wie hier Sport und Geselligkeit miteinander verknüpft werden können. Ich denke, die Idee, dass Kinder aus ganz Europa zusammenkommen und eine Woche hier miteinander leben und trainieren, ist einmalig". Und auch wenn die Idee nach Einschätzung von Laub einmalig ist: Dieses Trainingslager - vom Tischtennis-Ausrüster Tibhar tatkräftig unterstützt - soll es, wenn möglich, jedes Jahr geben. "Ich hoffe, dass sich dieses Trainingslager etablieren kann. Das wäre dann ein Steinchen mehr im "Mosaik" Biber-Burg, das von der Unesco als offizielles Projekt der Weltdekade anerkannt wurde. "In den vergangenen Jahren wurden in Berschweiler zahlreiche Umbaumaßnahmen durchgeführt, so dass die Attraktivität dieses Schullandheims deutlich erhöht werden konnte", erklärt Birgit Kurfer. Beispielsweise gibt es auf dem Gelände ein Baumhaus, in dem 15 Mann übernachten können, es gibt eine Seillandschaft, eine Beachvolleyball-Feld, einen Fußballplatz, ein Klassenzimmer im Freien und noch einiges mehr. "Es hat sich hier alles sehr positiv entwickelt", sagt auch Albert Bauer, Hausmeister und Mann für alle Fälle in der Biber-Burg. Und Rosemarie Zentes, die Hauswirtschafterin, pflichtet ihm bei: "Ich bin jetzt neun Jahre da, und besonders in der jüngsten Zeit hat sich einiges getan. Vor allem das ökopädagogische Konzept kommt nach meiner Erfahrung sehr gut an." Dieses Konzept beinhaltet Biber-, Wasser-, Wald-Wildnis- und Erlebnispädagogische Wochen, aber auch einzelne Aktionstage für Gruppen aller Art. "Sogar Fußballmannschaften kommen am Wochenende hierher für ein Kurztrainingslager", erklärt Zentes.Exquisites Essen Zentes Kochkünste wussten die jungen Tischtennisspieler übrigens sehr zu schätzen. So lobte beispielsweise Kevin Jäger aus Saarwellingen: "Also ich war ja jetzt schon öfter in Schullandheimen, und da hat es mir nie geschmeckt. Aber hier ist das Essen exquisit". Überhaupt gefiel es dem Tischtennisspieler in Berschweiler sehr gut: "Die Lage des Schullandheims mitten in der Natur ist wirklich klasse." Und klasse war letztlich auch das Turnier, an dem Jäger und die anderen zum Abschluss der Trainingswoche teilnahmen. Bei diesem Tibhar-All-Stars-Turnier in der Alsweiler Sporthalle, wo teilweise an 25 Tischen gleichzeitig gespielt wurde, schaute auch Steffano Bossi, Vorsitzender der Europäischen Tischtennis Union (ETTU), vorbei. Dem ETTU-Boss gefiel es nach eigener Aussage im Alstal so gut, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein dürfte, dass die Tibhar-All-Stars in der BiberBurg Berschweiler gastierten.