60 Jahre im Spiegel von Zeitgeist und Innovationen

Die Geschichte der Saarmesse begann bereits im Jahre 1947, als die Gebrüder Grandmontagne die Saarländische Gestaltungskreis GmbH gründeten. Sie boten den verantwortlichen Behörden an der Saar an, eine saarländische "Export- und Leistungsschau" zu veranstalten. Die politischen Unsicherheiten um das Saarland verhinderten eine rasche Umsetzung einer solchen Idee

Die Geschichte der Saarmesse begann bereits im Jahre 1947, als die Gebrüder Grandmontagne die Saarländische Gestaltungskreis GmbH gründeten. Sie boten den verantwortlichen Behörden an der Saar an, eine saarländische "Export- und Leistungsschau" zu veranstalten. Die politischen Unsicherheiten um das Saarland verhinderten eine rasche Umsetzung einer solchen Idee. Nach der Gründung des Saarstaates brachten die Gebrüder Grandmontagne die Idee erneut ins Gespräch. Nach intensiven Verhandlungen zwischen den drei Gesellschaftern, dem Wirtschaftsministerium und der Stadt Saarbrücken, die im Jahre 1949 erfolgreich abgeschlossen waren, fand Ende April/Anfang Mai 1950 in der teilweise ausgebombten Stadt Saarbrücken die erste "Mustermesse der saarländischen Wirtschaft" statt. Diese noch recht kleine Messe, hauptsächlich bestückt mit Exponaten saarländischer Aussteller, fand bei der Bevölkerung einen so großen Anklang, dass einer Fortsetzung nichts im Wege stand. Da der Beginn der 50er Jahre eine Zeit des Neuaufbaus war, herrschte großer Bedarf auf jeder Ebene, sei es für die Betriebsausstattung, für den Eigenheimbau, an elektrischen Geräten für den Haushalt sowie an "neuen", das heißt industriell bearbeiteten Nahrungsmitteln. Die Zeit des Konsumaufschwungs hatte begonnen, die neue Saarmesse hatte den Nerv der Zeit getroffen.Höhepunkt der VeranstaltungssaisonIn den Wirtschaftwunderjahren der 50er und in den ebenfalls wirtschaftlich gesunden 60er Jahren entwickelte sich die Saarmesse zu einem der Höhepunkte der Wirtschaftsveranstaltungen im Saarland und darüber hinaus. Aus dem einst noch bescheidenen Gelände am Schanzenberg wurde Stück für Stück eine Erlebniswelt, die sowohl Geschäftskunden wie auch Privatleute anzog. Die Aussteller kamen bald aus ganz Deutschland und weiteren Ländern. Sie nutzten die Gelegenheit, einem riesigen Publikum ihre Waren und Neuheiten zu präsentieren, lohnende Verkäufe zu tätigen und Kunden für weitere Geschäfte zu binden. Für viele Firmen und Betriebe aus dem Saarland und weit darüber hinaus ist die Saarmesse bis heute ein wichtiges Forum und ein bedeutender Messeplatz.Bereits nach zehn Jahren hatte sich die Ausstellungsfläche verdreifacht und zur Messezeit hieß es: "Die Straßen um den Schanzenberg sind dicht." Sogar ein eigener Messebahnhof entstand unweit des Eingangsbereiches. Die Eröffnungszeremonie der Saarmesse wurde zum gesellschaftlichen und medialen Ereignis mit prominenten Schirmherren wie einer ganzen Reihe von Bundesministern und darunter natürlich Hans-Dietrich Genscher, der ein Freund des Gründers Heinz Grandmontagne und begeisterter Stammgast war. Aussteller aus immer mehr Ländern beteiligten sich im Lauf der Jahrzehnte an der Messe. Heute sind es Unternehmen aus 16 Nationen. Noch immer ist die Saarmesse ein wichtiges Konjunkturbarometer der saarländischen Wirtschaft und eine beliebte Informationsplattform für Interessenten aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Frankreich und Luxemburg. Die Mischung aus Leistungsschau saarländischer Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe und dem Flair des internationalen Handels hat ihre Faszination im Laufe von 60 Jahren nicht verloren. Überdies ist die Saarmesse seit jeher auch eine Entwicklungsstätte für weitere Messen wie die Fachmessen "Energie & Umwelt", die Bürofachmesse BÜFA, die Saarbrücker Technologie-Messen für Geschäftskunden und die "Special-Interest"-Messen für den Endverbraucher, wie Freizeit-Reisemarkt Saarbrücken, Autofrühling Saar, Intermoto und Tuning Expo zeigen. cms

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