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50 Liter Blut im Laufe der Jahre

50 Liter Blut im Laufe der Jahre

Urexweiler. Viele Liter Blut haben fleißige Spender schon beim DRK-Ortsverband Urexweiler gelassen. Dafür wurden sie jetzt in der Mehrzweckhalle mit Urkunden und Präsenten geehrt. "Wir möchten uns damit einfach bei euch für die vielen Spenden bedanken", erklärte Jürgen Przywarra, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes

Urexweiler. Viele Liter Blut haben fleißige Spender schon beim DRK-Ortsverband Urexweiler gelassen. Dafür wurden sie jetzt in der Mehrzweckhalle mit Urkunden und Präsenten geehrt. "Wir möchten uns damit einfach bei euch für die vielen Spenden bedanken", erklärte Jürgen Przywarra, Vorsitzender des DRK-Ortsverbandes. "Mit eurem Blut habt ihr vielen Menschen das Leben gerettet, beziehungsweise ein menschenwürdiges Leben möglich gemacht."Zwischen 80 und 100 engagierte Freiwillige kommen in Urexweiler durchschnittlich zu den viermal jährlich stattfindenden Blutspendeterminen, doch kaum einer hat soviel Blut gelassen wie Ralf Schneider. Bei 100 Terminen war er dabei und wie viel er insgesamt gespendet hat, verdeutlichten am Montag zehn Fünf-Liter-Eimer, die man in der Mehrzweckhalle zu einer Pyramide aufgestapelt hatte. Dass damit ein gewisser zeitlicher Aufwand verbunden ist, versteht sich von selbst. "Seit 1978 komme ich zu den Blutspenden in Urexweiler", erinnert sich Schneider. "Seitdem habe ich kaum einen Termin verpasst und bin, wenn es gar nicht anders ging, auch schon mal zu den Blutspenden der Nachbarorte gegangen." Auf die Frage, warum er sich so engagiere, hat er schnell die Antwort parat: "Ich möchte einfach helfen."

Und tatsächlich werden seine Spenden auch dringend gebraucht. "Im Saarland in und Rheinland-Pfalz benötigen wir täglich mehr als 1000 Blutkonserven", erläutert Jürgen Przywarra die Notwendigkeit freiwilliger Spender. "Deshalb sind wir um jeden Einzelnen froh, der nicht nur einmal, sondern immer wieder kommt." Außerdem sei es nicht nur der gute Zweck, der bei den Spenden abgedeckt werde. "Ich komme auch aus Aspekten der Eigenkontrolle", ergänzt Schneider, denn jede Spende wird eingehend untersucht und sollten Krankheiten entdeckt werden, benachrichtigt das DRK den betreffenden Spender. "Jede im Vorfeld erkannte Erkrankung ist zu 99 Prozent heilbar", schließt Przywarra die Argumentation in Punkto Eigenvorsorge ab. Dennoch steht natürlich die Hilfe für andere ganz klar im Vordergrund. Was die Zukunft angeht, so möchte Ralf Schneider auch weiterhin zu den Blutspendeterminen des DRK erscheinen. "Solange ich mich gesundheitlich wohlfühle, werde ich auch kommen", verspricht er. "Die 150 Spenden bekomme ich noch voll."

Neben ihm wurden noch weitere Spender für ihr Engagement geehrt. Für zehn Spenden wurden Iris Recktenwald, Anne Klein und Carsten Hach ausgezeichnet, für 25 Maria Dörr, Elmar Keßler und Heike Philippi.

Zu ihren Ehren gab sich sogar der Mandolinenverein Urexweiler ein Stelldichein und gestaltete einen musikalischen Rahmen zu der Auszeichnung der fleißigen Spender. sick