1. Saarland

40 Jahre Unterstützung für „Hilf-Mit!“

40 Jahre Unterstützung für „Hilf-Mit!“

Eine Ära geht mit diesem Jahr zu Ende. Berthold Jung, mittlerweile 75 Jahre alt, übergibt seinen Betrieb endgültig an die Nachfolger.

Insgesamt 50 Jahre lang führte Jung sein Unternehmen in der Spieser Hauptstraße, hat es vom Zwei-Mann-Betrieb zum Unternehmen mit über 50 Angestellten gebracht. Große Firmen nicht nur saarlandweit gehören längst zu den Kunden von Wohndekor Jung. Der Chef selbst war tätig in vielen Aufsichtsräten und anderen Gremien. Mut zum Risiko hat Jung immer ausgezeichnet, wenn es um neue Ideen ging, sei es die Einführung von Farbmischmaschinen als einer der ersten im Saarland, Trockengeräten oder die Poststelle im Geschäft. Das war das eine.

Jedes Jahr ein Scheck

Das andere war und ist Jungs Wunsch, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht. Seit er selbstständig ist, seit 50 Jahren also, spendet Jung an die verschiedensten Institutionen. Bis heute geht jährlich ein Scheck an die Jugendhilfe in der Gemeinde. Ganz vorne dabei ist Jung aber auch, wenn es um das Spenden für die "Hilf-Mit!"-Aktion der Saarbrücker Zeitung geht. Seit es die Aktion gibt - seit 40 Jahren also - veranstaltet Jung jedes Jahr zu Nikolaus ein Fest. Die Feierhexe spendieren Kuchen, die Alterswehr Spiesen stellt den Nikolaus, alle Kunden bekommen Weckmänner - und die SZ-Aktion auf diesem Weg bereits rund 70 000 Euro.

"Wir haben zu Hause schon immer eine Zeitung gehabt. Auch, wenn das Geld mal knapp war. Damit bin ich groß geworden, die SZ ist ein Stück Heimat für mich, gehört einfach dazu", begründet Jung sein Engagement. Gerade hat er wieder einen Scheck über 2000 Euro überreicht. Für ihn war es der letzte. Er wird jetzt reisen, saunieren, Sport machen. Fürs Unternehmen sind nun Tochter Kerstin (Geschäft, Poststelle), deren Ehemann Lesley (Reinigungsabteilung) und Jungs Sohn Thomas (Handwerk) verantwortlich. Zu denen, so haben sie der SZ versprochen, wird wohl auch weiterhin der Nikolaus kommen. Zur Unterstützung der "Hilf-Mit!"-Aktion allerdings, da planen sie vielleicht was ganz anderes.