39-Jähriger sorgte für Großeinsatz

39-Jähriger sorgte für Großeinsatz

Schwarzenbach. Für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sorgte am Donnerstagabend ein 39-Jähriger in einem Hochhaus in der Alten Reichstraße in Schwarzenbach. Der Mann wohnt dort im achten Stock und zog sich bei einem Brand schwere Verletzungen zu

Schwarzenbach. Für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sorgte am Donnerstagabend ein 39-Jähriger in einem Hochhaus in der Alten Reichstraße in Schwarzenbach. Der Mann wohnt dort im achten Stock und zog sich bei einem Brand schwere Verletzungen zu. "Der Mann", so Georg Himbert, Sprecher der Landespolizeidirektion, am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung, "hatte im Streit einen 68-Jährigen und seinen 34-jährigen Sohn durch Schläge verletzt. Als der Hausmeister die Polizei verständigte, hat sich der Täter in seiner Wohnung verbarrikadiert." Das DRK sprach in einer Pressemitteilung von einem "psychischen Ausnahmezustand" des 39-Jährigen, der mit Selbstmord gedroht habe. So habe er angekündigt, im achten Stock aus dem Fenster zu springen. Die von der Polizei gerufene Feuerwehr stellte vorsichtshalber ein Sprungkissen auf und bereitete sich auf einen Löscheinsatz vor. "Als die Tür der Wohnung einen Spalt geöffnet werden konnte, hat der Mann Benzin in den Flur geschüttet", so Himbert weiter. Kurz vor 21 Uhr am Donnerstagabend seien dann Feuer und eine Rauchentwicklung festgestellt worden. "Die Bewohner der achten Etage wurden evakuiert, die Wohnung des 39-Jährigen wurde aufgebrochen. Die Hilfskräfte fanden den Mann im Bad vor: "Er hatte sich mit einem Messer selbst Schnittverletzungen beigebracht und trug durch den Brand, insbesondere durch Rauchgasentwicklung, schwere Verletzungen davon", sagte der Polizeisprecher. Der Täter wurde vom Notarzt versorgt und ins Uniklinikum in Homburg gebracht. "Er schwebt in akuter Lebensgefahr", so Himbert gestern. Der Brand war schnell gelöscht, die Bewohner konnten bald wieder ins Haus zurückkehren, so das Deutsche Rote Kreuz weiter. Dass alles schlimmer hätte ausgehen können, weiß die Polizei nach Untersuchung der Wohnung des Täters. "Wir haben in der Wohnung einen Molotow-Cocktail gefunden, der aber nicht gezündet hat", informierte Himbert. Am Freitagvormittag hat die Polizei mit mehreren Leuten vor Ort die Ermittlungen fortgeführt. "Sie laufen immer noch und werden wohl noch andauern", konnte der Polizeisprecher noch keine neuen Erkenntnisse mitteilen. "Die Polizei wird versuchen, für den 39-Jährigen nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus eine Unterbringung zu erwirken", teilte Himbert weiter mit. Bei den Bewohnern des Hochhauses herrschte am Freitag noch Unklarheit über die Geschehnisse vom Donnerstagabend. "Die Bewohner der achten Etage wurden evakuiert."Georg Himbert

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