1. Saarland

366 offene Stellen gemeldet

366 offene Stellen gemeldet

Kreis St. Wendel. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis St. Wendel innerhalb eines Jahres um deutliche 16,7 Prozent ist zu verzeichnen. Allerdings ist sie saisonbedingt im Dezember wieder gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug diesmal 3,5 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent)

Kreis St. Wendel. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis St. Wendel innerhalb eines Jahres um deutliche 16,7 Prozent ist zu verzeichnen. Allerdings ist sie saisonbedingt im Dezember wieder gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug diesmal 3,5 Prozent (Vorjahr 4,3 Prozent)."Erfreulicherweise haben wir hier im Saarland in allen Regionen ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2011 erlebt. Überall ist die Arbeitslosigkeit gegenüber 2010 deutlich gesunken und liegt nun insgesamt unter dem Bundesdurchschnitt. Dies zeigt die Dynamik des heimatlichen Arbeitsmarktes und erfreulicherweise sind jugendliche Ausbildungsstellenbewerber inzwischen begehrt wie nie zuvor", zieht Hans-Hartwig Felsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, Bilanz. "Trotz zurückhaltender Prognosen für 2012 ist die Stimmung in Industrie und Handwerk weiterhin optimistisch und viele Betriebe wollen auch in diesem Jahr neues Personal einstellen", so Felsch.

Von Arbeitslosigkeit betroffen waren im Dezember 853 Männer, 51 mehr als im November und rund 200 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um sieben auf 823 gesunken, das waren 133 weniger im Vergleich zu Dezember 2010. In den letzten vier Wochen wurden im Kreis 108 junge Arbeitslose unter 25 Jahren gezählt, so viele wie im November und 24 weniger als vor einem Jahr (-18,2 Prozent). Die Zahl der Älteren ist im Dezember mit 666 ebenfalls auf dem Niveau von November geblieben und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent verringert, während die Arbeitslosigkeit insgesamt um 16,7 Prozent gesunken ist.

Unter den gemeldeten Arbeitslosen waren 135 Schwerbehinderte, 5,6 Prozent weniger als im Dezember 2010. "Auch wenn die Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten innerhalb eines Jahres gesunken ist, stellen wir doch fest, dass Menschen mit Behinderung im Vergleich zu nicht behinderten Menschen immer noch Nachteile haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", berichtet Felsch. "Dabei sind Menschen mit Behinderung nicht weniger leistungsfähig. Gut qualifizierte Arbeitssuchende mit Behinderung sind in allen Berufsgruppen, auch in Engpassberufen, zu finden. Betriebe wirken damit nicht nur dem eigenen Fachkräftemangel entgegen, sie zeigen gleichzeitig auch Verantwortung für die gesellschaftliche Integration von behinderten Menschen", so Felsch.

Die Arbeitsagentur veröffentlicht zusätzlich zur Arbeitslosenquote auch monatlich die sogenannte Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht neben den registrierten Arbeitslosen all jene ein, die an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten oder in geförderter Selbstständigkeit und Personen in Altersteilzeit. Diese Personen werden während der Förderung nicht als Arbeitslose gezählt. Die Unterbeschäftigungsquote lag im Dezember bei 5,0 Prozent, vor einem Jahr waren es 6,1 Prozent.

Der Arbeitsagentur wurden im Dezember 130 neue Stellen zur Besetzung gemeldet. Seit Jahresbeginn hat sich die Arbeitskräftenachfrage damit auf rund 1680 summiert, was eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2010 um 17,4 Prozent bedeutet. Am Monatsende waren noch 366 offene Stellen gemeldet. Benötigt wird Personal in fast allen Berufen und Qualifikationsebenen. Die Schwerpunkte beim Stellenbestand liegen in den Berufsbereichen Metallbau und Metallerzeugung und -bearbeitung, Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, Berufe im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik und Berufe in den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Außerdem gesucht wird Personal für Hotel- und Gaststättenberufe sowie für die Bereiche Gesundheit, Soziales und Erziehung. red