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35 000 Fahrgäste von heutigen Warnstreiks betroffen

35 000 Fahrgäste von heutigen Warnstreiks betroffen

Neunkirchen. Am heutigen Montag, 27. Februar, startet die Gewerkschaft Verdi in Neunkirchen eine Serie von Warnstreiks im saarländischen Nahverkehr. Verdi ruft ganztägig die etwa 150 Beschäftigten der Neunkircher Verkehrs AG, der Neunkircher Verkehrsdienste GmbH und der Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH zu Warnstreiks auf. Er beginnt gegen 4 Uhr und endet am Dienstagmorgen gegen 0.30 Uhr

Neunkirchen. Am heutigen Montag, 27. Februar, startet die Gewerkschaft Verdi in Neunkirchen eine Serie von Warnstreiks im saarländischen Nahverkehr. Verdi ruft ganztägig die etwa 150 Beschäftigten der Neunkircher Verkehrs AG, der Neunkircher Verkehrsdienste GmbH und der Fahrzeugservice Neunkirchen GmbH zu Warnstreiks auf. Er beginnt gegen 4 Uhr und endet am Dienstagmorgen gegen 0.30 Uhr. Über 60 Busse bleiben im Depot in der Wellesweilerstraße. Betroffen ist der komplette Verkehr - vom Berufs- bis zum Schülerverkehr. Im Einzelnen sind dies die Linien 301 bis 305, 307 bis 309, 311 bis 316 sowie die 700er Schullinien. Damit sind unter anderem die Verkehrsräume über Neunkirchen hinaus, Homburg, Friedrichsthal, Illingen, Ottweiler, St. Wendel bis nach Breitenbach in Rheinland-Pfalz betroffen. Die über 110 Busfahrer befördern somit an diesem Tag über 35 000 Fahrgäste nicht. Lediglich zwei Fahrten werden morgens und mittags für behinderte Menschen (Lebenshilfe) zur und von der Arbeit durchgeführt.Gegen 9.30 Uhr ist eine Kundgebung vor den Werkstoren der Neunkircher Verkehrs AG geplant. Im Anschluss demonstrieren die 150 Beschäftigten, mit Delegationen aus anderen Betrieben, durch die Neunkircher Innenstadt zum Stummplatz, wo gegen 10.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfindet.

Hintergrund der geplanten Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV). Verdi-Landesbezirksleiter Alfred Staudt bittet von den Streikmaßnahmen betroffenen Fahrgäste um Verständnis und rät diesen, sich alternative Fahrmöglichkeiten wie beispielsweise Fahrgemeinschaften zu organisieren. Insbesondere bat er die Eltern, für ihre Kinder alternative Lösungen zu suchen. gth