1. Saarland

30 Vorschläge aus Kommunen für Standort der Landesfeuerwehrschule

Kostenpflichtiger Inhalt: Mehr Platz für Ausbildung der Retter : 30 Standort-Vorschläge für Feuerwehrschule

Die Landesfeuerwehrschule stößt an ihrem derzeitigen Standort in der Weißenburger Straße in Saarbrücken an ihre Grenzen. Innenminister Klaus Bouillon (CDU) ist deshalb auf der Suche nach einem neuen Standort für die Aus- und Fortbildungsstätte.

Mehr als 11 000 Mitglieder zählen die Freiwilligen Feuerwehren in 52 Kommunen des Landes. Zudem wirken etwa 180 Profis bei der Saarbrücker Berufsfeuerwehr und rund 800 Einsatzkräfte in 15 Werksfeuerwehren. „Retten, löschen, bergen, schützen“ – so wird das breite Aufgabenspektrum der Retter beschrieben.

Während in der Regel die Grundausbildung der freiwilligen Wehrleute auf Kreis- oder Gemeindeebene organisiert wird, absolvieren Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren und Werkswehren sowie Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr (mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) ihre Aus- und Fortbildung an der landeseigenen Feuerwehrschule. Diese kann derzeit nach Angaben des Innenministeriums aus Kapazitätsgründen aber nur 60 Prozent des Bedarfs an Lehrgangs- und Seminarplätzen decken, was sich wiederum auf die angemessene Besetzung der jeweiligen Führungspositionen in den Löschbezirken auswirkt. An ihrem derzeitigen Standort in der Weißenburger Straße in Saarbrücken stößt die dem Innenministerium unterstellte Landesfeuerwehrschule an ihre Grenzen, zumal das Leistungsspektrum künftig erweitert werden soll.

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) räumt ein, dass derzeit die Landesfeuerwehrschule für eine bedarfsgerechte Aus- und Fortbildung keine Ideallösung ist. Deshalb ist er auf der Suche nach einem neuen Standort für die Aus- und Fortbildungsstätte mit derzeit acht hauptamtlichen Kräften und zahlreichen nebenberuflichen Ausbildern. Nach einer Aufforderung an Städte und Gemeinden im Regionalverband sowie den Kreisen Neunkirchen, Saarlouis und Saarpfalz, geeignete Flächen (mindestens 12 500 Quadratmeter) zu melden, liegen exakt 30 Standortangebote auf dem Tisch. 29 kommen aus Rathäusern, ein Angebot stammt von einem Unternehmen. Einige Gemeinden haben auch mehrere Angebote abgegeben.

Derzeit läuft in der Hochbauabteilung des Ministeriums die baufachliche Auswertung. Eine Entscheidung werde, so heißt es, frühestens Ende des Jahres fallen. Das Neubauprojekt soll im nächsten Landeshaushalt in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen werden. Grobe und unverbindliche Kostenschätzungen gehen von einem 20 Millionen-Projekt aus.

Grundsätzlich wird Platz benötigt für etwa 1500 Quadratmeter Büro- und Schulungsgebäude, 700 Quadratmeter für Technik, einschließlich Werkstatt, Lager, Umkleide, und Sanitärräume, 4100 Quadratmeter für Fahrzeughallen und 6200 Quadratmeter für Übungs- und Parkflächen.

Unter dem Dach der künftigen Landesfeuerwehrschule soll die komplette Infrastruktur für die Aus- und Fortbildung der Führungsorganisationen im Brand- und Katastrophenschutz Platz finden. Bouillon will dort auch eine technische Prüfstelle für Rettungsgeräte unterbringen. Geprüft wird zudem, ob eine Stabsstelle sich von dort aus zentral um die Beschaffung von Ausrüstung und Einsatzfahrzeugen für die einzelnen Löschbezirke in den Kommunen kümmern kann.