1. Saarland

30 Schlepper in herbstlichem Gewand

30 Schlepper in herbstlichem Gewand

Ein Erntedankumzug mit 30 Schleppern, Anhängern, landwirtschaftlichen Geräten und fröhlichen Menschen bewegte sich am Sonntag durch Wolfersweiler. Die ganze Buntheit des Herbstes und seiner Erträge wurde dabei gezeigt.

Wolfersweiler. Nach langer Pause hatte Wolfersweiler wieder einen Erntedankumzug, der mit einem anschließenden kleinen Fest verbunden war. Organisiert worden war er von Detmar Judenhuth in Zusammenarbeit mit den Schlepperfreunden Freisbachtal, deren Vorsitzender er ist. Es war ein Erntedank, der in einer etwas anderen Form als gewohnt dargebracht wurde. Am Ende der Römerstraße versammelten sich über 30 Schlepper aus dem Freisbachtal, aus den Heidedörfern, aus Dienstweiler und Eisen. Die alten Fahrzeuge, die über Jahrzehnte im Einsatz waren, es teilweise sogar noch heute sind, und denen die Spuren vieler Arbeitsjahre anzusehen waren, präsentierten sich diesmal schön geschmückt. Sonnenblumen, Maisstauden, Ähren und Asternsträuße gaben den Schleppern ein hübsches Aussehen. Viele Fahrer hatten einen Anhänger angekuppelt. Zum Beispiel Peter Eli aus Dienstweiler. Sein Schlepper zog einen Zweiachser voller Korngarben hinter sich her. "Die Frucht ist auf dem Dienstweiler Bann gewachsen, von Hand geschnitten und gebunden worden", erzählte er. "Im Oktober lasse ich die Ähren in Wolfersweiler dreschen."Ein zweirädriger Anhänger war gefüllt mit Erntegaben. Kohl, Kartoffeln, Äpfel, Zwetschgen und Lauch lachten die Zuschauer aus den Körben an. Ein anderer war mit Heu- und Strohballen gefüllt, die den Mitfahrern als Sitzgelegenheiten dienten. Der Historische Verein Novallis beteiligte sich mit einem herbstlich geschmackvoll dekorierten Wagen. Auch alte landwirtschaftliche Geräte führten die Trecker mit sich. Stefan Nau aus Gonnesweiler war mit einem sogenannten Vielfachgerät für das Heumachen gekommen. Ein anderes Fahrzeug hatte die "Grumbierhex" dabei, ein immer noch funktionstüchtiges Gerät, das Kartoffeln ausmachen kann.

Am frühen Nachmittag war dann der Klang der alten Eisenmaschinen in den Dorfstraßen zu hören. Die ganze Buntheit des Herbstes machte sich auf den Weg durch den Wiesengrund, die Frohnbachstraße und die Kuseler und die Jakob-Küntzer-Straße. Endstation war die Poststraße, wo sich die Schlepperfreunde und viele Leute aus dem Dorf auf dem Gelände von Detmar Judenhuth trafen, der früher Landwirt war. Die Gäste konnten in seiner Treckerstube einkehren oder es sich an den Tischen im alten Schuppen gemütlich machen. Die Kinder nutzten die Spielgeräte auf der Wiese und tummelten sich auf der Hüpfburg, die eigens zum Erntedanktag aufgeblasen worden war.