27 295 Menschen suchen einen Job

27 295 Menschen suchen einen Job

Regionalverband. Die Arbeitslosenzahl im Regionalverband ist im Januar auf 16 380 gestiegen. Das sind 1790 mehr als im Dezember und 1350 mehr als vor einem Jahr. Vor allem in der Arbeitslosenversicherung gab es deutlich mehr Betroffene als Anfang 2012. Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 186 auf 27 295 gestiegen (Definitionen siehe Stichwort)

Regionalverband. Die Arbeitslosenzahl im Regionalverband ist im Januar auf 16 380 gestiegen. Das sind 1790 mehr als im Dezember und 1350 mehr als vor einem Jahr. Vor allem in der Arbeitslosenversicherung gab es deutlich mehr Betroffene als Anfang 2012. Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 186 auf 27 295 gestiegen (Definitionen siehe Stichwort). Die Quote betrug 10,1 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent). Das ist der höchste Anstieg in einem Januar seit drei Jahren. In fast allen Bereichen kam es zu mehr Entlassungen als im Dezember.

Zahlen schießen hoch

Rund 2060 Menschen mussten im Januar zur Arbeitsagentur, weil sie ihre Stelle verloren hatten, während nur 685 eine Tätigkeit fanden. Mehr Kündigungen gab es in den Branchen Gartenbau, Metallerzeugung und -bearbeitung, Innenausbau, Verkehr und Logistik sowie im Verkauf. Außerdem haben sich viele nach einer Beschäftigung am zweiten Arbeitsmarkt und nach einer Fördermaßnahme wieder arbeitslos gemeldet.

Männer sind weiterhin stärker betroffen als Frauen. Im Januar waren 9090 Männer arbeitslos gemeldet, 1124 mehr als im Dezember und rund 850 mehr als vor einem Jahr (plus 10,3 Prozent). Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 667 auf 7290 gestiegen und lag um rund 500 höher als vor einem Jahr (plus 7,3 Prozent).

2790 Jobs sind noch zu haben

Besonders traf der jüngste Anstieg Menschen unter 25 Jahren (1562 Arbeitslose), 376 oder 31,7 Prozent mehr als im Januar 2012. Bei den 50- bis unter 65-Jährigen waren 4952 Arbeitslose gemeldet, 693 mehr als im Dezember, 460 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Betroffenen in der Arbeitslosenversicherung stieg auf 4176 (25,7 Prozent mehr als im Januar 2012). Die Zahl der Arbeitslosen stieg in der Grundsicherung um knapp 1200 auf 12 205 (plus 4,3 Prozent seit Januar 2012). Im Januar wurden rund 890 neue Stellen gemeldet, am Monatsende waren 2790 Stellen unbesetzt. Größte Anbieter waren das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe, der Handel, Autowerkstätten, Zeitarbeitsfirmen, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Gastgewerbe. Aber auch bei den offenen Stellen lagen die Werte fast überall unter Vorjahresniveau. red/ole

Stichwort

Arbeitslose und Arbeitsuchende sind Begriffe, die in der Sprache der Bundesagentur für Arbeit eine genau definierte Bedeutung haben - und diese Bedeutung unterscheidet sich stark von dem, was die Bürger darunter verstehen.

Als Arbeitslose bezeichnet die Agentur Leute, die keinen Job haben, sich bei der Agentur als "arbeitsuchend" gemeldet haben und ihr dauernd nachweisen, dass sie ständig Bewerbungen verschicken und Vorstellungsgespräche haben.

Als Arbeitsuchende bezeichnet die Agentur erstens die Gruppe der Arbeitslosen; zweitens Leute, die nur noch ihre Kündigungsfrist abarbeiten; drittens Leute, die als Selbstständige Geld verdienen, aber eine Anstellung suchen; viertens Leute, die Hartz-IV vom Jobcenter beziehen und dort als "erwerbsfähige Hilfebedürftige" eingestuft sind.

Spricht die Agentur für Arbeit also von Arbeitslosen, dann meint sie ausschließlich Menschen, die gemäß der Agenturvorschrift nachweislich konsequent Arbeit suchen. Sonst gibt ihnen die Agentur für Arbeit kein Geld.

Unterbeschäftigt sind laut Agentur erstens die "registrierten Arbeitslosen", zweitens "Teilnehmer an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen", drittens "die Nutzer von vorruhestandsähnlichen Regelungen". fitz