24 Stunden skaten in Le Mans

Orscholz/Varades · An den „24 Stunden von Le Mans für Inlineskater“ nahmen einige Skater aus Orscholz teil. Das „Varades-Orscholz-Serbien“-Fünferteam startete gut ins Rennen. Am Ende reichte es bei den Fünferteams für Platz 52.

Im Rahmen der Varadeser Partnerschaft besteht seit dem Jahr 2010 zwischen dem Varadeser Rollsportverein und einigen Orscholzer Inlineskatern eine enge freundschaftliche Beziehung, unter welcher man in diesem Jahr zum vierten Mal gemeinsam an den "24 Stunden von Le Mans für Inlineskater" teilgenommen hat. Bei diesem Mannschafts-Staffelrennen und Europas größtem Event in dieser Sparte versuchten wieder rund 10 000 Skater in 457 Teams, von einem bis maximal zehn Teilnehmern, innerhalb von 24 Stunden auf der berühmten Le Mans Rennstrecke die größtmögliche Rundenzahl zu absolvieren.

In den drei vergangenen Jahren konnten die drei Orscholzer Skater Frederik und Lars Uder sowie Zoltan Zifko, integriert in einer der Varadeser Zehnermannschaften jeweils Platzierungen im guten Mittelfeld der rund 650 gemischten Profi- und Freizeit-Teams erreichen.

Für die aktuelle Ausgabe hatte der Veranstalter unglücklicherweise das Rennen um vier Wochen vorverlegt, was dazu führte, dass es von der Varadeser Seite Probleme gab, überhaupt ein Zehner-Team auf die Beine zu stellen. Und auch die Orscholzer Delegation musste ohne die Uder-Brüder auskommen. Zoltan Zifko gelang es, mit vier befreundeten Inlineskatern aus Serbien das Orscholzer Team zu verstärken. Wie schon so oft in diesem Jahr spielte auch am besagten Wochenende das Wetter leider nicht mit. Auf dem Campingplatz des berühmten Circuit Bugatti galt es, nach der Ankunft erst einmal in Regenschauern die Zelte aufzubauen. Zum Rennbeginn am darauffolgenden Tag ließen die Regenschauer nach und machten einem kräftigen Wind vom Atlantik Platz. Es wurde allen klar, dass es ein schweres und vor allem in der Nacht ein sehr kaltes Rennen werden würde.

Das "Varades-Orscholz-Serbien"-Fünferteam startete gut ins Rennen und konnte sich bis Mitternacht knapp unter den ersten 200 von 457 Teams auf Position 192 halten. Dann aber sank das Thermometer immer mehr. Bei klarem Himmel und Vollmond war die Temperatur gegen 3 Uhr morgens unter den Gefrierpunkt gefallen. Übermüdung, wund gelaufene Knöchel einiger Teammitglieder und die eisige Kälte zwangen Teamchef Zifko dazu, die Mannschaft für fünf Stunden aus dem Rennen zu nehmen.

Als das Team dann am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr das Rennen wieder aufnahm, waren die Wunden verpflegt, die Moral wiederhergestellt, die Sonne schien und man war um 150 Plätze abgefallen. Dieser Rückstand war dann auch nicht mehr aufzuholen. Aber in Le Mans ist die Platzierung eher zweitrangig. Bei diesem Mythos-Rennen gilt es in erster Linie durchzuhalten, um am Ende gemeinsam die schwarz-weiß karierte Flagge zu sehen. Und dieses Ziel wurde erreicht. Am Ende sprang für das Varades-Orscholz-Serbien-Team, nach 90 Runden und 371 gelaufenen Kilometern, der 355. Platz in der Gesamtwertung heraus. In der Kategorie der Fünferteams hatte man von 61 gemeldeten Mannschaften den 52. Platz erreicht.

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