24. Sieg beendet 24-jährige Durststrecke

Gerlfangen/Merzig · Das 13. Auswärtsspiel der Saison entpuppte sich für die Spielvereinigung Merzig nicht als schlechtes Omen. Mit dem 4:2 bei SV Gerlfangen-Fürweiler machte das Team den Titelgewinn in der Kreisliga A Untere Saar bereits im viertletzten Spiel perfekt.

 Ooohhh, wie ist das schön: 24 Jahre musste die Spvgg. Merzig auf diesen Moment warten. Am Sonntag konnte die Mannschaft in Gerlfangen die Meisterschaft in der Kreisliga A Untere Saar feiern. Foto: Guldner

Ooohhh, wie ist das schön: 24 Jahre musste die Spvgg. Merzig auf diesen Moment warten. Am Sonntag konnte die Mannschaft in Gerlfangen die Meisterschaft in der Kreisliga A Untere Saar feiern. Foto: Guldner

Foto: Guldner

Zehn Minuten vor dem Ende der Partie beim SV Gerlfangen-Fürweiler waren sich die Fußballer der Spielvereinigung Merzig endgültig sicher: Gerd Wagner hatte seinen Lauf über den halben Platz gerade mit dem vierten Tor für sein Team abgeschlossen, danach konnte sich Merzigs Verteidiger vor den Mitspielern nicht mehr retten: "Nach Gerds 4:1 sind alle Dämme gebrochen, die ganze Mannschaft hat sich jubelnd auf ihn geschmissen", beschreibt Spielertrainer Mathias Tritz die Euphorie, nachdem auch die letzten Zweifel ausgeräumt waren.

Wenige Minuten später nahmen seine Spieler und er nach dem 4:2-Erfolg dann den Meisterteller in Empfang. Mit dem 24. Sieg im 25. Saison-Spiel machte die SpVgg. am Sonntag schon im viertletzten Auftritt den Titelgewinn in der Kreisliga A Untere Saar perfekt. Es ist die vorzeitige Erfüllung einer Mission, die am 1. Juli letzten Jahres angelaufen war: "Beim Vorbereitungsstart haben wir uns alle in den Kreis gestellt und darauf eingeschworen, dass ab sofort die Mission Aufstieg beginnt", verriet Tritz, der in Merzig gemeinsam mit Jörg Schmohl das Training leitet.

Das große Ziel ließ man danach nicht mehr aus den Augen und beendete so auch eine lange Durststrecke für den Verein, der zuletzt 1989 eine Meisterschaft hatte feiern dürfen. "Sowohl für die Mannschaft als auch für den gesamten Club ist das eine Riesensache. Die meisten im Team sind vorher ja noch nie Meister geworden", jubelte Merzigs Torjäger Dominik Jobst, der die ersten Feierlichkeiten "ohne größere Schäden überstanden" hat.

In Gerlfangen ging der Führende der Torschützenliste zwar leer aus, dafür bereitete Jobst das wichtige 1:0 durch Pavel Gebicki per Heber über die Abwehr mustergültig vor (22.). Noch vor der Pause baute Marco Tiator den Vorsprung aus und in der 51. Minute schien das Spiel nach Gebickis zweitem Streich schon gelaufen, ehe ein von Tritz verursachter - und laut Spielertrainer unberechtigter - Elfmeter den Gastgebern neue Hoffnung gab: "Nach dem 1:3 war Gerlfangen ein bisschen im Aufwand", gab Jobst zu. Eine halbe Stunde später durften der 32-Jährige und die Kollegen aber in die lange Partynacht starten.

Für Jobst war die dritte Meisterschaft seiner Karriere die bislang schönste: "Ich bin schon zwei Mal mit der SG Noswendel-Wadern Meister geworden, aber es mit meinem Heimatverein Merzig zu schaffen, ist noch mal ein ganz anderes Gefühl." Das dürfte so schnell auch nicht abreißen: "Die Trainingseinheit am Dienstag wird wohl im Clubheim am Tresen stattfinden", blickt Tritz gelöst in die nähere Zukunft. Was die Bezirksliga angeht, ist er der Meinung, dass es "auf jeden Fall die richtige Klasse ist. Die Mannschaft wird dort auch wieder mehr gefordert." Wobei das auch für die weiteren Feierlichkeiten gilt. "Ich denke, es wird noch eine stramme Woche", ist sich Jobst sicher.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort