2300 freie Ausbildungsplätze: Immer mehr offene Lehrstellen im Saarland

2300 freie Ausbildungsplätze : Immer mehr offene Lehrstellen im Saarland

Das Angebot in der Region ist so groß wie seit Jahren nicht mehr. Kurzfristig bieten noch zahlreiche Betriebe Ausbildungsplätze an.

(ts) Wer jetzt noch auf der Suche nach einer Lehrstelle ist, kann im Saarland aus einem so großen Angebot wählen wie seit Jahren nicht mehr. Aktuell stehen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 2300 gemeldete offene Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wahrscheinlich sind es sogar noch deutlich mehr, da die Unternehmen in der Regel nur etwa 80 Prozent der Stellen melden und weitere 20 Prozent direkt an Bewerber vergeben. Seit Oktober 2018 haben die Saar-Betriebe 7100 offene Stellen gemeldet. Allein das sind schon 500 mehr als ein Jahr zuvor. Den offenen Stellen stehen nach Angaben der Bundesagentur allerdings noch 1400 junge Saarländer gegenüber, die eine Ausbildung machen wollen, aber bislang keine Zusage für eine Lehrstelle haben.

Am besten sind die Chancen in einer Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (noch 210 Lehrstellen), Kaufmann für Büromanagement (100), Verkäufer (90), gefolgt vom Anlagenmechaniker (70), Fleischereifachverkäufer (70), Koch, Friseur, Fachkraft für Lagerlogistik, Zahnmedizinischer Fachangestellter sowie Elektroniker (jeweils 60 freie Stellen). Für das Saar-Handwerk bestätigt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Arndt Klein-Zirbes, dass es in fast allen Berufen noch freie Plätze gibt. Ähnlich äußert sich die Gastronomie. Zugleich beklagen sich viele Unternehmen jedoch darüber, dass sie Stellen häufig nicht besetzen können, weil schulische Leistungen von Bewerbern zu schlecht seien. Diese Tendenz nehme weiter zu.

Während sich der Ausbildungsmarkt insgesamt positiv entwickelt, hat sich zugleich die Arbeitslosigkeit an der Saar im Juli erhöht. 34 100 Frauen und Männer waren ohne Job, 1900 oder 5,8 Prozent mehr als einen Monat zuvor. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Anstieg 1100 oder 3,4 Prozent. Besonders betroffen waren junge Frauen und Männer.

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