Innenminister Klaus Bouillon legt neuntes Sicherheitspaket vor 20 neue Assistenz- und Spezialkräfte für die Polizei

Saarbrücken · Die Assistenz- und Spezialkräfte sollen die saarländische Polizei im Jahr 2022 bei der Verbrechensbekämpfung unterstützen. Grund dafür sei der anhaltend starke Anstieg der Fallzahlen in bestimmten Kriminalitätsfeldern. Hierfür sucht das Innenministerium nach Personal.

20 neue Assistenz- und Spezialkräfte für die saarländische Polizei
Foto: dpa/Oliver Dietze

Die saarländische Polizei bekommt mehr Personal: 20 neue befristete Assistenz- und Spezialkräfte sollen die Polizei im Jahr 2022 bei der Verbrechensbekämpfung unterstützen. Das hat der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) am Dienstag in einer Pressekonferenz angekündigt. Für die Verstärkung stellt das Land die finanziellen Mittel über ihr neuntes Sicherheitspaket zur Verfügung.

Warum die saarländische Polizei aufgestockt wird

Grund für die personelle Aufstockung sei der weiterhin starke Anstieg der Fallzahlen in Kriminalitätsfeldern wie Kinderpornografie, Hasskriminalität, sexueller Missbrauch von Kindern und Kryptoverfahren, wie Bouillon mitteilte. „Die Personalmaßnahmen stärken die Handlungsfähigkeit der Polizei in der Verbrechensbekämpfung“, sagte Bouillon und seien ein bedeutender Schritt für die zukunftssichere Aufstellung der saarländischen Polizei.

Für welche Bereiche die Polizei Personal sucht

Neben mehreren Assistenzkräften sollen auch IT-Spezialisten in den Bereichen Cybercrime, IT-Forensik, Telekommunikationsüberwachung und im Bereich Straftaten gegen das Leben und die sexuelle Selbstbestimmung eingestellt werden. Darüber hinaus sollen weitere Spezialisten für die Bereiche Onlinewache, Brandursachenermittlung sowie Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen eingesetzt werden.

Bewerbungen sind ab sofort möglich und erwünscht

Die Bewerbungen sind ab sofort bis zum 6. März 2022 möglich und laut Innenministerium ausdrücklich erwünscht. Die befristeten Stellen sollen noch im ersten Halbjahr 2022 besetzt und laut Innenministerium „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ verlängert werden. Es sei das Ziel der Landesregierung, unter anderem Kinderpornografie verstärkt zu bekämpfen.