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Zecken
196 Fälle von Borreliose im Saarland gemeldet

FOTO: dpa / Patrick Pleul
Saarbrücken. Im Saarland sind 2017 in etwa so viele Menschen an der von Zecken übertragenen Borreliose erkrankt wie in den Vorjahren.

Es seien 196 Fälle gemeldet worden, teilte das saarländische Gesundheitsministerium in Saarbrücken auf Anfrage mit. 2016 waren es 197 Fälle, 2015 insgesamt 166 und im Jahr 2014 schließlich 193. Die Zahlen lagen allesamt deutlich unter den Werten der Jahre 2011 bis 2013, als jeweils mehr als 300 Fälle registriert worden waren. Im laufenden Jahr gab es bislang drei Fälle.


Bei Borreliose gelangen durch Zeckenstiche Bakterien (Borrelien) in den menschlichen Körper, die dann zu Infektionen führen können. Möglich sind Nervenschmerzen, Herzprobleme bis hin zu Lähmungserscheinungen bei einer chronischen Neuro-Borreliose. Deutlich seltener ist die ebenfalls von Zecken übertragene Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), gegen die man sich aber impfen lassen kann. Im vergangenen Jahr gab es im Saarland dem Ministerium zufolge keinen einzigen FSME-Fall. Im Jahr zuvor waren zwei Fälle gemeldet worden. FSME kann einhergehen mit grippeähnlichen Symptomen und zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute sowie der Nervenbahnen und -wurzeln führen. Ein Infektionsrisiko gibt es dem Robert-Koch-Institut zufolge vor allem in Süddeutschland, Risikogebiete liegen überwiegend in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen. Im Saarland ist nur der Saarpfalz-Kreis als Risikogebiet definiert.

(dpa)