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1800 junge Saarländer wollen an drei Tagen die Welt verbessern

1800 junge Saarländer wollen an drei Tagen die Welt verbessern

Die Unterführung verschönern, einen Bolzplatz oder einen Garten anlegen – Aktionen wie diese haben sich Jugendliche für die Aktion „72 Stunden“ des Bundes der deutschen katholischen Jugend überlegt. Ihren Einsatzort kennen die meisten jedoch noch nicht.

In 72 Stunden etwas Gutes tun: Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" will die 72-Stunden-Aktion des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) das gesellschaftliche Engagement mit dem Gemeinschaftsgefühl verbinden. Auch in den Bistümern Trier und Speyer, denen die Gläubigen im Saarland angehören, engagieren sich von Donnerstag bis Sonntag Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf vielfältige Weise für ihre Mitmenschen und ihre Umwelt. Im Saarland beteiligen sich rund 1800 junge Menschen in 87 Gruppen. Die Bandbreite reicht dabei von sozialen über politische, ökologische bis hin zu interkulturellen Projekten.

Erstmals gibt es bei der 72-Stunden-Aktion zwei Varianten: Während wie bisher die Akteure der "Get-it-Projekte" erst bei den Auftaktveranstaltungen ihren Auftrag erfahren, haben sich die Aktionsgruppen der "Do-it-Projekte" diese selbst ausgedacht und geplant. "Für die Jugendlichen ist das spannend, denn sie wissen nicht, welche Aufgabe auf sie zukommt", sagt Christine Wendel von der Bischöflichen Pressestelle in Trier. Einige Beispiele dazu: Junge Leute legen einen Barfußpfad an, organisieren Veranstaltungen und setzen Umweltprojekte in ihrem Heimatort um. Ein besonderes Projekt ist etwa das vom Saarbrücker Café Exodus und des Vereins Miteinander Leben Lernen. Binnen 72 Stunden wollen Jugendliche zusammen mit behinderten Menschen einen Garten in der Saarbrücker Innenstadt anlegen. Andernorts in der Landeshauptstadt wollen Acht- und Neuntklässler des Montessori-Zentrums Saarbrücken die Unterführung des Saarbrücker Ostbahnhofs verschönern. In Neunkirchen etwa plant eine Jugendgruppe den Bolzplatz am Robinsondorf zu einer Freizeit- und Sportstätte umzubauen.

Auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Schirmherrin, nimmt sich Zeit für die 72-Stunden-Aktion. Die CDU-Politikerin chattet am Samstag von 11 bis 12 Uhr mit Jugendgruppen. Der Chat wird live über die Online-Plattform Youtube übertragen.

Mit der Aktion will der BDKJ junge Menschen dazu bewegen, aus dem christlichen Glauben heraus zu handeln und damit dem Beispiel Jesu zu folgen. Auch sollen Kinder und Jugendliche lernen, sich mit ihren Stärken für die Gesellschaft einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und neue Fähigkeiten zu entdecken. Die Organisatoren wollen aber auch junge Menschen erreichen, die ansonsten nicht bereit sind, sich über einen längeren Zeitraum in der kirchlichen Jugendarbeit zu engagieren. "Innerhalb der 72 Stunden wollen die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer Gruppe, ihren Freunden und Bekannten die Welt ein Stück verbessern", erklärt Frank Kettern, Diözesan-Vorsitzender des BDKJ Trier.

72stunden.de

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Auf einen BlickIm Saarland nehmen bei der 72-Stunden-Aktion 87 Aktionsgruppen aus den Bistümern Trier und Speyer mit rund 1800 Teilnehmern teil. Zudem engagieren sich etwa 800 Personen, die die Gruppen bei den Aktionen unterstützen und begleiten. bera