1. Saarland

125 Jahre zum Wohle der Menschheit aktiv

125 Jahre zum Wohle der Menschheit aktiv

Friedrichsthal-Bildstock. "Wenn die Bienen von der Erde verschwunden sind, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Dieses Zitat stammt von Albert Einstein. Seit nunmehr 125 Jahren pflegen Menschen in der Stadt Friedrichsthal das Hobby der Bienenzucht. Wenn man die Worte von Einstein zu Grunde legt, sorgen die Mitglieder des Vereins also dafür, dass die Menschheit weiterlebt

Friedrichsthal-Bildstock. "Wenn die Bienen von der Erde verschwunden sind, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Dieses Zitat stammt von Albert Einstein. Seit nunmehr 125 Jahren pflegen Menschen in der Stadt Friedrichsthal das Hobby der Bienenzucht. Wenn man die Worte von Einstein zu Grunde legt, sorgen die Mitglieder des Vereins also dafür, dass die Menschheit weiterlebt. Der Bienenzuchtverein Friedrichsthal-Bildstock feiert sein Jubiläum heute ab 17 Uhr in der Blockhütte auf dem Hoferkopf.Die Gründung des Vereins erfolgte am 1. Januar 1887 als Bienenzuchtverein Bildstock und Umgegend. Erster Vorsitzender war Ernst Debusmann aus Heinitz. Ihm folgte 1895 Josef Jungmann, Fahrsteiger auf der Grube Maybach. Karl Göbel aus Bildstock übernahm den Vorsitz um die Jahrhundertwende und hatte ihn inne bis 1920. Auf Göbel folgte der Lehrer Friedrich Schneider bis zum Beginn des Krieges. Der Verein hatte damals 37 Mitglieder, die 160 Bienenvölker hielten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte unter Theodor Recktenwald 1950 die Neugründung als Bienenzuchtverein Friedrichsthal-Bildstock. Später übernahm dessen Sohn Paul den Vorsitz. Der Verein wuchs auf 23 Mitglieder an. Auf den Vorsitzenden Paul Recktenwald folgten Helmut Schneider und Werner Risch, heute Ehrenpräsident.

Seit 2000 ist der amtierende 1. Vorsitzende Winfried Becker Chef der Bienenzüchter. Nach schwierigen Jahren mit nur sechs Mitgliedern ist der Verein wieder im Aufwärtstrend. Er zählt 14 Mitglieder, die etwa 60 Völker halten. Sieben Imker halten dabei 31 Völker innerhalb der Stadt.

Seit Jahren kämpfen auch die Imker in Friedrichstahl-Bildstock, wie viele andere Züchter auch, gegen die Varroa-Milben an. Außerdem macht ihnen der Honigpreisverfall durch Verkauf von billigen Importhonigen zu schaffen. Leider bleibe auch der Nachwuchs weg. "Wir wollen diesem Trend entgegenwirken", erklärt Winfried Becker.

"Wir nehmen an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teil, machen verstärkt Öffentlichkeitsarbeit, engagieren uns außerhalb der Bienenzucht noch im Natur- und Umweltschutz und machen gemeinsam mit dem Saarwald-Verein Bildstock in Kindergärten und Schulen Ausstellungen zu Bienen und Umwelt", zählt er auf.

Außerdem habe man bei der Erstellung der Wildbienenwand auf dem Hoferkopf den Saarwald-Verein beraten und unterstützt. "Allerdings steht nach wie vor die Bienenzucht im Vordergrund", betont der Vorsitzende. ll