100 Jahre Kirche im DorfPfarrfest mit Unterhaltungsprogramm

Fremersdorf. Die Fremersdorfer feiern am Samstag, 18., und Sonntag, 19. Juni, ihr Pfarrfest. Das Motto lautet 100 Jahre Kirche im Dorf. Nach Angaben des Pfarrgemeinderats gab es vor 100 Jahren Fremersdorf zwei dem heiligen Mauritius geweihte katholische Pfarrkirchen. Zum einen die 1816 errichtete Kirche

Fremersdorf. Die Fremersdorfer feiern am Samstag, 18., und Sonntag, 19. Juni, ihr Pfarrfest. Das Motto lautet 100 Jahre Kirche im Dorf. Nach Angaben des Pfarrgemeinderats gab es vor 100 Jahren Fremersdorf zwei dem heiligen Mauritius geweihte katholische Pfarrkirchen.Zum einen die 1816 errichtete Kirche. Sie wurde als "ehemals kleiner Saal des Klassizismus" bezeichnet, dem 1828 bis 1829 ein Turm angefügt wurde. Die Pfarrkirche erwies sich als zu klein. 1904 wurde deshalb ein von der Fremersdorfer Herrschaft unterstützter Kirchbauverein gegründet.

Man war sich am unmittelbar an der Saar gelegenen Ort mit der Fährverbindung zum Kreis Merzig darüber im Klaren, dass es sich bei Fremersdorf nach der Urkunde des Erzbischofs Albero (1131 bis 1152) um eine der Pfarreien handelte, die alljährlich an Kirchweih nach Mettlach wallfahrten. Bei der Visitation 1743 war der heilige Mauritius Patron der Kirche in Fremersdorf, wie auch heute noch. Von 1802 bis 1817 unterstand Fremersdorf mit Eimersdorf und Gerlfangen dem Bischof von Metz.

Unter dem Nachfolger von Alexander Subtil (später Prälat in Saarlouis) Anton Sebastian (1885-1915), kam es zu dem Neubau, der sich auch heute noch als besonderes Kirchenbauwerk an der unteren Saar präsentiert. Als Architekt wurde der in Saarlouis-Roden geborene Wilhelm Hector gewählt. Er hat neben Fremersdorf allein im Landkreis Saarlouis zehn weitere Pfarrkirchen geplant. Am 20. März 1911 vollzogen der Fremersdorfer Pfarrer Anton Sebastian und Schlossherr Alfred von Boch den ersten Spatenstich. Im Juni 1911 erfolgte dann im Rahmen einer großen Feier die Grundsteinlegung. Am 13. Juli 1912 nahm Weihbischof Karl Ernst Schrod die kirchliche Segnung der neuen Pfarrkirche vor.

Die alte Kirche wurde 1913 abgerissen, ihre Steine zum Bau von Häusern in Fremersdorf verwandt.

Bei einer Baubeschreibung heißt es: "Die dreischiffige, steinsichtige Säulenbasilika mit fluchtendem Querschiff, annähernd quadratischem Chorjoch und halbrund schließender Apsis wurde mit stattlichem, viergeschossigen Nordwestturm in rheinisch-romanischer Tradition mit Rautendach gebaut".

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Fremersdorfer Pfarrkirche schwer beschädigt. Nach ihrer Instandsetzung erhielt sie im Dezember 1955 vier in der Saarlouiser Glockengießerei Otto gegossene Glocken, deren Patrone Maria, Mauritius, Aloysius und der Schutzengel sind. Fremersdorf. Aus Anlass der vor 100 Jahren erfolgten Grundsteinlegung der neuen Fremersdorfer Pfarrkirche St. Mauritius findet am Samstag, 18. Juni, und am Sonntag, 19. Juni, ein Pfarrfest statt. Es wird gemeinsam von St. Mauritius Fremersdorf und St. Margareta Eimersdorf gestaltet. Hierzu laden der Pfarrgemeinderat Fremersdorf/Eimersdorf, die kirchlichen Gruppen und die Ortsvereine ein.

Und das steht auf dem Programm: Samstag, 18. Juni, 18 Uhr, Vorabendmesse unter der Mitgestaltung des Familiengottesdienstkreises; 19 Uhr vor der Pfarrkirche Eröffnung des Festes mit Fassanstich durch Pastor Junk und Ortsvorsteher Willi Hilt mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.

Sonntag, 19. Juni, elf Uhr, Frühschoppen mit dem Musikverein Fremersdorf; ab zwölf Uhr gibt es Mittagessen; ab 14 Uhr buntes Bühnen- und Unterhaltungsprogramm mit Auftritten des Kindergartens, des Kinder- und Jugendchores, der Grundschule Rehlingen mit verschiedenen Formen der Kinderbelustigung; ab 16 Uhr Ziehung der Gewinne der Tombola; 16.30 Uhr Tamborena Trommelzauber als Mitmachkonzert für Kinder und Erwachsene; ab 17.30 Uhr gemütlicher Ausklang des Pfarrfestes in Fremersdorf. rl

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