1. Saarland

0:6 und trotzdem stolz

0:6 und trotzdem stolz

Fenne. Die Augen leuchteten noch, als Christian Britzius sich auf den Weg in die Kabine machte. 0:6 (0:3) hatte sein SC Fenne in der vierten Runde des Fußball-Saarlandpokals verloren. Britzius freute sich trotzdem: "Auf jeden Fall habe ich das genossen. So etwas erlebt man nicht oft. Aber ich finde, wir haben das gut gemacht

Fenne. Die Augen leuchteten noch, als Christian Britzius sich auf den Weg in die Kabine machte. 0:6 (0:3) hatte sein SC Fenne in der vierten Runde des Fußball-Saarlandpokals verloren. Britzius freute sich trotzdem: "Auf jeden Fall habe ich das genossen. So etwas erlebt man nicht oft. Aber ich finde, wir haben das gut gemacht." Trotz des deutlichen Ergebnisses konnte der Tabellenführer der Kreisliga A Warndt zufrieden sein, hatte er vor 400 Zuschauern doch nicht gegen irgendeine Mannschaft, sondern gegen den Tabellenführer der Regionalliga Südwest, die SV Elversberg verloren.Die SV Elversberg war auf dem Hartplatz in Fenne durch einen Distanzschuss von Marc Groß in Führung gegangen (13. Minute). Danach hielt der SC Ball und Gegner meist so weit wie möglich vom eigenen Tor weg - und hatte Dirk Weidener im Tor. Der 36-Jährige ersparte seiner Elf eine zweistellige Niederlage. "Er hat gezeigt, was er kann", sagte Trainer Antonio Ferisse. Dabei hat Weidener den Großteil seiner Laufbahn nie im Tor gestanden. Ferisse hat ihn, als er vor sieben Jahren Trainer beim SC wurde, versuchsweise ins Tor gestellt - und Weidener hat dabei seine Berufung gefunden. Fußballerisch stark und ebenso gut auf der Torlinie verhinderte er in der Schlussphase, dass es zu schmerzhaft für Fenne wurde. "Wir hatten uns vorgenommen, unter zehn Gegentoren zu bleiben - das haben wir geschafft. Und für mich war es schön, zu zeigen, was ich kann", sagte er.

Einmal hätte Fenne den Favoriten in Bedrängnis bringen können, als Sascha Hauch den Ball von Elversbergs Lukas Bilick eroberte, aber zu überhastet abschloss. Spätestens kurz vor der Pause, als Elversberg durch Tore von Milad Salem und Angelo Vaccaro (beide 44.) auf 3:0 davon gezogen war, blieb Fenne nur noch Schadensbegrenzung, was trotz der Tore von Timo Helfrich (47.) , Vaccaro (48.) und Abedin Krasniqi (86.) gelang. "Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir 0:6 verlieren, hätte ich sofort unterschrieben. Und jetzt bin ich auch zufrieden mit meiner Mannschaft. Ein Tor wäre natürlich schön gewesen, aber wir haben alles rausgeholt", sagte Ferisse. Und das ist nach einem 0:6 ja selten genug. jbö