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Saarland fällt im Export zurück

Autos und Fahrzeugteile bleiben der größte Exportschlager des Saarlandes. Foto: Ford
Autos und Fahrzeugteile bleiben der größte Exportschlager des Saarlandes. Foto: Ford FOTO: Ford
Saarbrücken. Das Saarland muss deutliche Einbußen im Export hinnehmen. Grund ist die Rezession in Frankreich und in Südeuropa. Alleine die Ausfuhren zum Nachbarn Frankreich sind in den ersten vier Monaten 2013 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Von SZ-RedakteurThomas Sponticcia

. Die Exporterfolge bleiben der wichtigste Gradmesser für die Leistungsfähigkeit der saarländischen Wirtschaft. Im Vergleich der Bundesländer liegt unsere Region mit knapp 50 Prozent Auslandsumsatz am Gesamtumsatz nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf Platz sieben. Die Spitze hält Berlin mit 56 Prozent, gefolgt von Rheinland-Pfalz (53,9 Prozent), Bremen (53,8 Prozent), Baden-Württemberg (53,2 Prozent), Bayern (53,1 Prozent) und Hessen (52 Prozent).

Legt man als Vergleichsgrundlage den Anteil der Exporte am Brutto-Inlandsprodukt zu Grunde, dann nimmt das Saarland mit 46,8 Prozent sogar den dritten Platz ein hinter Bremen (64,3 Prozent) und Hamburg (51,3 Prozent).

Allerdings droht dem Saarland im laufenden Jahr eine deutliche Verschlechterung der Exportbilanz, die nach gegenwärtigem Stand noch unerfreulicher ausfallen wird als das schon 2012 der Fall war. Grund hierfür ist die starke Rezession in Frankreich. Alleine die Saar-Exporte zum wichtigsten Handelpartner neben Großbritannien haben nach Auskunft von IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres um 16 Prozent abgenommen, nach Italien gar um 23,4 Prozent, nach Spanien um 21,4 Prozent. Betrachtet man die Ausfuhren in die Währungsunion insgesamt, liegt der Wert bei 14,9 Prozent.

2012 wurden noch Waren im Gesamtwert von 2,16 Milliarden Euro nach Großbritannien ausgeführt, nach Frankreich im Gesamtwert von 2,05 Milliarden Euro. Es folgen Italien mit 795 Millionen Euro, die Niederlande mit 599 Millionen Euro und Spanien mit 576 Millionen Euro. Zwar gehen derzeit immer noch 73 Prozent der Saar-Exporte in die EU, allerdings nimmt die Bedeutung von Europa als Handelspartner unserer Region ab. Immer attraktiver werden dagegen offensichtlich Regionen wie die USA (plus 8,3 Prozent), China (plus 6,6 Prozent) oder auch Indien (plus 29,4 Prozent). Diese Erfolge können jedoch die Schwierigkeiten im Export in das europäische Ausland bei weitem noch nicht wett machen. Deshalb hält es IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch für unwahrscheinlich, "dass die kräftigen Einbußen im Export innerhalb des ersten Jahresdrittels bis Ende 2013 noch ganz oder größtenteils ausgeglichen werden können". Man müsse deshalb an der Saar mit einem einem Minus gegenüber 2012 rechnen.

"Haupt-Exportschlager" aus dem Saarland nach Frankreich sind Fahrzeuge und Fahrzeugteile (10,6 Prozent), Stahlprodukte, Bleche sowie Metallwaren (19,4 Prozent). Nach Großbritannien verkaufen sich am besten Fahrzeuge und Fahrzeugteile (81 Prozent), nach Italien ebenfalls (70 Prozent), während sich die Verkäufe in die Niederlande zu etwa gleichen Teilen verteilen auf Autos und Fahrzeugteile (29 Prozent) sowie Bleche aus Eisen und Stahl (24 Prozent).