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Saarländischer Maler Albert Fürst in Düsseldorf gestorben

Düsseldorf. Mit seinen Bildern wollte er die Welt berühren, so wie sie ihn berührte. Dieser Satz des Malers Albert Fürst begleitet die Meldung seines Todes in Düsseldorf. sg

Dorthin hatte es den 1920 in Homburg/Saar geborenen jungen Mann bereits 1939 an die Kunstakademie gezogen. Doch nur für kurze Zeit, der Krieg wollte den Soldat, bekam aber einen "Musensohn", wie es Fürst beschrieb, denn er zeichnete weiter und war als musikalisch Begabter zugleich Musiker in Militärkapellen, was ihn jedoch nicht vom Einsatz an der Ostfront, amerikanischer Kriegsgefangenschaft und dem Tod seiner ersten Frau bei einem Bombenangriff bewahrte. 1946 nahm er, den seine Homburger Schulfreunde "Aga" nannten, sein Studium in Düsseldorf wieder auf. Mittendrin war Fürst Geschäftsführer der "Gruppe 53", der die Protagonisten der ZERO-Bewegung angehörten wie auch die Pioniere des deutschen Informel. Der Tachismus, das Berühren mit malerischen Gesten und damit eine Spielart des Informel, wurde zu seinem Ausdrucksmittel. Er absolvierte in Köln das Studium der Kunsterziehung, trat in den Schuldienst ein, war aber auch Sänger und Musiker an der von ihm 1969 begründeten "Panto-Mini-Oper" sowie von 1975 bis 1990 Vorsitzender der angesehenen Düsseldorfer Künstlervereinigung "Malkasten". Dazu gab es Schauen in bekannten Düsseldorfer Galerien und, bis in die jüngste Zeit, in Homburg und der Galerie Elitzer Saarbrücken.