Saarländische Milchbauern sehen sich im Aufwind

Saarländische Milchbauern sehen sich im Aufwind

Eppelborn. Die Stimmung unter den saarländischen Milcherzeugern sei "verhalten positiv", sagte Klaus Fontaine, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, gestern auf dem 19. Saarländischen Milchtag in Eppelborn

Eppelborn. Die Stimmung unter den saarländischen Milcherzeugern sei "verhalten positiv", sagte Klaus Fontaine, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, gestern auf dem 19. Saarländischen Milchtag in Eppelborn. Zwar wünsche er sich bei steigenden Betriebskosten eine Anhebung des Milchpreises, der derzeit bei rund 36,5 Cent pro Liter liegt, aber die gute Wachstumsprognose beim Export gebe Grund zur Zuversicht. Immerhin sei der Preis in den vergangenen Jahren wieder angestiegen, und mit einem Einbruch sei auch 2012 nicht zu rechnen.Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sagte Fontaine: "Die eine Hälfte der Erdkugel wird die andere Hälfte künftig miternähren müssen. Wir haben hier im Saarland gute Produktionsvoraussetzungen für Milch, und wir müssen uns dem globalen Markt stellen." Es herrsche Aufbruchstimmung unter den Landwirten, die in ihre Betriebe investieren würden, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, erklärte Fontaine, der, wie auch Arnold Ludes, Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium, den Aspekt der Regionalvermarktung von Milch und Milchprodukten stärker in den Fokus rücken möchte. "Regionale Produkte waren noch nie so beliebt wie heute", sagte Ludes. Karl-Heinz Engel, Hauptgeschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittel Werke, stellte der Molkereiwirtschaft nach "bewegten und schwierigen Zeiten" eine positive Entwicklung für die Milchwirtschaft in Aussicht. Sein Unternehmen setze verstärkt auf den Export in nicht europäische Länder. "Allein in Saudi-Arabien, unserem wichtigsten Exportland, konnten wir im letzten Jahr einen Umsatz von 45,6 Millionen Euro erwirtschaften." In Anbetracht solcher Zahlen appellierte Engel, dass man die Chancen auf dem Weltmarkt mit Mut gemeinsam angehen müsse. pra

Foto: Andreas Engel

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