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Kommentar
Saarbrücker Gebührenzahlersind die Dummen

Das ist ärgerlich für alle Gebührenzahler: Sie werden zur Kasse gebeten, weil das Land das System der Grünabfall-Entsorgung geändert hat und höhere Standards für die Sammelstellen gelten. Künftig fährt der Entsorgungsverband Saar (EVS) den Müll von den Sammelplätzen der Kommunen zu den Entsorgungsanlagen. In einigen Städten und Gemeinden, die bisher sehr wenig für den Abfall kassiert haben, werden die Bürger das deutlich merken. Weil aber alle Kommunen beim EVS in einem Boot sitzen, müssen auch die Saarbrücker einen „Solidarbeitrag“ leisten. Dabei ändert sich in der Stadt nichts: Die Sammelstellen bleiben ebenso erhalten wie die Kompostieranlage. Trotzdem sollen die Saarbrücker höhere Gebühren zahlen. Das versteht keiner und es erhöht die Gefahr, dass mancher den Müll illegal entsorgt. Dabei macht das Abfallkonzept auch Sinn: Biomüll und Grünabfall sollen in einem Biomassezentrum im Saarland entsorgt werden. Der Transport in andere Bundesländer entfällt. Das neue Konzept akzeptieren die Bürger aber nur, wenn es keine massive Gebühren­erhöhung gibt. Das Ministerium will den Kommunen nicht entgegenkommen. Die seien gesetzlich dazu verpflichtet, kostendeckende Gebühren zu erheben. Viele hätten das aber bisher nicht getan. Auch dafür müssen die Saarbrücker wohl mitbezahlen.