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Saar-IHK rät Unternehmen zu mehr Engagement in Indonesien

Saarbrücken. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar sieht gute Chancen für Unternehmen aus der Region, stärker mit Indonesien ins Geschäft zu kommen. Indonesien mit seinen 240 Millionen Einwohnern werde aus heutiger Sicht spätestens 2035 Deutschland und Großbritannien in der Wirtschaftsleistung überholt haben. ur

Dies betonte vor Saar-Unternehmern beim "Wirtschaftstag Indonesien" Volker Bromund, Repräsentant der Saar-Wirtschaft für Indonesien und Geschäftsführer Indonesien für das Dienstleistungs-Managementunternehmen InterGest (Saarbrücken/Saargemünd).

Das Land mit seinem großen Bestand an Rohstoffen gehöre jetzt schon zu den wirtschaftlich am stärksten wachsenden Ländern in Asien. Auch die Bevölkerung werde alleine bis 2020 auf 262 Millionen Menschen ansteigen, was sich positiv auf den Konsum auswirke. Für 2013 werde 6,4 Prozent Wirtschaftswachstum erwartet. Die Saar-Exporte nach Indonesien lägen derzeit bei "zwölf Millionen Euro, das ist natürlich noch steigerungsfähig", sagt IHK-Geschäftsführer Oliver Groll, zuständig für Außenwirtschaft. Im Vergleich dazu liegen die Importe bei 73 Millionen Euro. Gerade die junge Bevölkerung (Durchschnittsalter 29) sei sehr konsumfreudig, die Verschuldung des Landes gering. Gesucht seien Unternehmen, die den Maschinenpark in der Textilindustrie erneuern können, Betriebe aus der Verpackungsindustrie sowie dem Bausektor mit Erfahrungen in großen Infrastrukturprojekten. Auch Bergbau-Zulieferer und Agrarmaschinen-Hersteller seien gesucht. Man brauche Kenner der Szene. ,,Konzentrieren Sie sich auf Ihr Produkt, lassen Sie alles andere wie Verwaltung und Rechtsfragen von Spezialisten vor Ort erledigen", rät Bromund.