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Ryanair will ab Saarbrücken starten

Saarbrücken. Die irische Billigflug-Gesellschaft Ryanair hat auch den Flughafen Saarbrücken im Blick. Das bestätigte Anja Seugling, Ryanair-Pressesprecherin für den deutschen Markt, gegenüber unserer Zeitung. "Das Einzugsgebiet rund um Saarbrücken ist für uns interessant Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Saarbrücken. Die irische Billigflug-Gesellschaft Ryanair hat auch den Flughafen Saarbrücken im Blick. Das bestätigte Anja Seugling, Ryanair-Pressesprecherin für den deutschen Markt, gegenüber unserer Zeitung. "Das Einzugsgebiet rund um Saarbrücken ist für uns interessant. Ich bin auch davon überzeugt, dass unser Name und unsere Preise zu einer weiteren Steigerung der Passagierzahlen am Flughafen Saarbrücken führen würden", sagte Seugling. Der Flughafen müsse garantieren können, dass zwischen Landung, Abfertigung und Start nicht mehr als 25 Minuten vergehen. Es sei aus Kostengründen für Ryanair wichtig, die Maschinen möglichst kurz am Boden zu halten. Weiter müsse der Flughafen in der Lage sein, gute operative Bedingungen zu bieten, also die Chance der Stationierung von Ryanair-Maschinen zu günstigen finanziellen Konditionen. Die Entscheidungen für ein Ryanair-Engagement seien abhängig vom Wettbewerb und der Attraktivität der gebotenen Bedingungen.Derzeit sei Ryanair mit über 100 weiteren Flughäfen im Gespräch und werde besonders heftig von Italien sowie Spanien umworben. Dort verfügten die Menschen über hohe Kaufkraft und eine große Reisefreudigkeit, so Pressesprecherin Seugling. Der Chef des Flughafens Saarbrücken, Friedhelm Schwan (Foto: SZ), bestätigt gegenüber unserer Zeitung, dass seit einem Jahr unregelmäßige Gespräche mit Ryanair stattfinden. "Wir prüfen ein solches Engagement wohlwollend." Mehr will Schwan dazu noch nicht sagen. Es müsse allerdings sichergestellt sein, dass ein Ryanair-Engagement in Saarbrücken kein finanzielles Risiko für den Flughafen mit sich bringt. Das gelte grundsätzlich für alle Fluggesellschaften, die sich an der Saar engagieren.Klar sei inzwischen schon, dass die Air Berlin ihr Angebot ab Saarbrücken ausweiten will. Geplant ist, die München-Verbindung wieder aufzunehmen. Außerdem laufen Gespräche mit der Air Berlin über eine Verbindung nach Nürnberg. Das wäre auch ein Wunsch des Flughafen-Chefs, denn dadurch könnte man Reisenden ab Saarbrücken zahlreiche Anschlüsse zu Tui-Ferienflügen bieten. Nürnberg ist der zentrale Tui-Standort für Ferienflüge, erläutert Schwan. Weiter ausbauen wird auch die Luxair ihr Engagement in Saarbrücken. Zunächst vom 5. Juli bis zum 30. August wird die Gesellschaft jeweils sonntags von Saarbrücken nach Catania auf Sizilien fliegen. Das Angebot wird im Rahmen des Ferienprogramms von Luxair Tours angeboten. Flughafen-Chef Schwan glaubt, dass es mit allen Angeboten trotz der Wirtschaftskrise gelingen wird, bis Jahresende 500 000 Passagiere zu erreichen. Das wären nur 18 000 weniger als der bisherige Rekord am Saar-Airport.