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Leserbrief Alice Weidel wegen Parteispenden unter Druck
Das ist doch keine Spendenaffäre

„Weidel wegen Parteispenden unter Druck“, SZ vom 13. November

Wenn Medien und Parteien die Rüc­küberweisung zweier anonymer Geldspenden zu einer Spendenaffäre bei der AfD hochstilisieren wollen, sei an 1999 erinnert. Da wurde die Praxis der CDU zur illegalen Parteienfinanzierung öffentlich: millionenschwere anonyme Spenden, schwarze Konten, abgesegnet von CDU-Politikern höchsten Ranges. Wolfgang Schäuble, damals CDU-Parteivorsitzender, gab zu, vom Waffenhändler Schreiber 1994 eine Barspende von 100 000 D-Mark angenommen zu haben, „die nicht ordnungsgemäß behandelt wurde“. Schäuble ist heute Präsident des Deutschen Bundestages.


Helene Groß, Saarbrücken