Rheinland-Pfalz unterstützt Pfaff-Rettung mit Bürgschaften

Rheinland-Pfalz unterstützt Pfaff-Rettung mit Bürgschaften

Kaiserslautern. Rheinland-Pfalz wird dem Kaiserslauterer Industrienähmaschinenbauer Pfaff mit Bürgschaften in zweitstelliger Millionenhöhe zur Seite stehen. Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) gestern bei einer Informationsveranstaltung für die Pfaff-Beschäftigten

Kaiserslautern. Rheinland-Pfalz wird dem Kaiserslauterer Industrienähmaschinenbauer Pfaff mit Bürgschaften in zweitstelliger Millionenhöhe zur Seite stehen. Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) gestern bei einer Informationsveranstaltung für die Pfaff-Beschäftigten.Der Maschinenbauer Joachim Richter aus Konken im Kreis Kusel hatte Ende März die Übernahme des insolventen Industrienähmaschinenbauers angekündigt. Mitte April soll er das Ruder von Pfaff-Insolvenzverwalter Paul Wieschemann übernehmen.Richter hat im Gespräch mit unserer Zeitung angekündigt, vorerst mit einer Kernmannschaft von rund 150 Leuten an den Start zu gehen, und später die Personalstärke wieder zu heben. "In der Endausbaustufe werden wir 300 Leuten wieder Arbeit und Brot geben können", sagte Richter. Viele der Beschäftigten sollen sich aus dem Kreis der bisherigen Pfaff-Beschäftigten rekrutieren, die vorerst in einer Transfergesellschaft untergebracht worden sind. Richter bringt umfassende Erfahrung im Maschinenbau mit - besonders im Bau kleiner Losgrößen. Richter stellt in Konken Beschriftungsautomaten her - viele davon als Spezialanfertigungen. Sein Unternehmen, das er 1994 mit zwei Mitarbeitern gegründet hat, beschäftigt heute über 70 Mitarbeiter. Bei Pfaff setzt Richter auf eine individualisierte Produktion mit einem sehr flexiblen Maschinenpark. Damit und mit der hoch qualifizierten Pfaff-Belegschaft sei es möglich, qualitativ hochwertige Industrienähmaschinen auch in Deutschland kostengünstig zu produzieren. "Pfaff ist dafür bekannt, die besten Nähmaschinen zu bauen. Meiner Meinung nach geht das nur in Deutschland." Pfaff hatte im September einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem sich kein neuer Investor gefunden hatte. jwo/dpa