Regierung macht Weg frei für umstrittene CO2-Speicherung

Regierung macht Weg frei für umstrittene CO2-Speicherung

Berlin. Nach monatelangem Streit hat sich die Bundesregierung auf ein Gesetz zur unterirdischen Speicherung des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) geeinigt. Das sogenannte CCS-Gesetz soll heute im Kabinett beschlossen werden, war gestern aus Regierungskreisen zu erfahren

Berlin. Nach monatelangem Streit hat sich die Bundesregierung auf ein Gesetz zur unterirdischen Speicherung des Klimakillers Kohlendioxid (CO2) geeinigt. Das sogenannte CCS-Gesetz soll heute im Kabinett beschlossen werden, war gestern aus Regierungskreisen zu erfahren. Die Länder sicherten sich aber eine Klausel, um unterirdische CO2-Endlager in ihrem Bereich verhindern zu können. Ob das CCS-Verfahren auf lange Sicht einen Durchbruch zur grünen Stromgewinnung aus Kohle ermöglicht, ist unter Experten höchst umstritten. Auch Bürgerinitiativen wehren sich gegen die CCS-Speicher, weil sie Angst vor aufsteigendem Gas haben.In einer Studie hatte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bundesweit über 400 potenzielle Speicher-Orte mit günstigen Gesteinsschichten aufgelistet. Bei der CCS-Technik (Carbon Dioxide Capture and Storage) wird das beim Verbrennen der Kohle entstehende Treibhausgas CO2 abgetrennt und unter die Erde verpresst. dpa