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Razzia bei Lkw-Bauer MAN: Verdacht auf Bestechung

München. Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN steht unter Korruptionsverdacht. Verkäufer in Niederlassungen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe gezahlt haben, um Aufträge zu bekommen, berichtete gestern die Münchner Staatsanwaltschaft und MAN. Die Ermittler ließen bundesweit Büros und Niederlassungen des Konzerns sowie die Privatwohnungen von drei Beschuldigten durchsuchen

München. Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN steht unter Korruptionsverdacht. Verkäufer in Niederlassungen sollen Bestechungsgelder in Millionenhöhe gezahlt haben, um Aufträge zu bekommen, berichtete gestern die Münchner Staatsanwaltschaft und MAN. Die Ermittler ließen bundesweit Büros und Niederlassungen des Konzerns sowie die Privatwohnungen von drei Beschuldigten durchsuchen. Es bestehe der Verdacht, dass bei MAN ein System zur Förderung des Verkaufs von Lkw und Bussen in Deutschland existiert habe, erklärte die Staatsanwaltschaft. Verkäufer hätten so genannte Provisionen an Einkäufer von MAN-Kunden gezahlt und so Konkurrenten ausgeschlossen. Laut MAN sollen zwischen 2002 und 2005 verdeckte Zahlungen in Höhe von insgesamt einer Million Euro geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben zudem Hinweisen nach, dass Provisionen auch an Angestellte und Beauftragte ausländischer Firmen und Amtsträger gezahlt wurden. Hier handle es sich um "mehrere Millionen Euro", teilte MAN mit. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" sollen außerhalb Deutschlands 15 Millionen Euro geflossen sein. afp