| 20:51 Uhr

Schmelz
Raser und Falschparker werden zur Kasse gebeten

Die Gemeinde Schmelz wird die Verkehrsüberwachung mit Blitzern, die stationär und mobil eingesetzt werden können, übernehmen.
Die Gemeinde Schmelz wird die Verkehrsüberwachung mit Blitzern, die stationär und mobil eingesetzt werden können, übernehmen. FOTO: dpa / Christophe Gateau
Schmelz. Gemeinde Schmelz will Verkehr mit Blitzern überwachen. Das käme auch Anwohnern in zwei Straßen zugute.

In der Gemeinde Schmelz sollen Blitzer zur Geschwindigkeitskontrolle installiert werden. Das beschloss der Gemeinderat. In Bezug auf Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs strebt die Gemeinde eine interkommunale Zusammenarbeit mit Lebach an. Doch Lebach hat abgelehnt. Die Schmelzer Verwaltung wurde nun vom Rat aufgefordert, eine oder zwei halbe Stellen diesbezüglich auszuschreiben, vorläufig auf zwei Jahre befristet. Mit Jenaoptik will Bürgermeister Emanuel über entsprechende Modalitäten verhandeln. Es sollen die gleichen Geräte wie in Lebach angeschafft werden, falls es doch noch zu einer Zusammenarbeit kommen sollte. Aus den Erfahrungen, die Lebach mit der Bearbeitung von Geschwindigkeitsübertretungen gemacht hat, will Schmelz Lehren ziehen. Im ersten halben Jahr seien die Fallzahlen bei den Blitzern immer hoch. Daher soll zunächst ein Blitzer angeschafft werden. Der Standort müsse noch festgelegt werden. In diesem Zusammenhang wies Wolfram Lang, erster Beigeordneter, darauf hin, dass es stationäre Blitzer gebe, die auch mobil eingesetzt werden könnten. Man muss sich das als eine Art Attrappe vorstellen, die nicht verankert ist, und somit jederzeit an anderen Stellen eingesetzt werden könne. Emanuel soll die Konditionen aushandeln.


Bei diesem Tagesordnungspunkt der Verkehrsüberwachung flossen zwei CDU-Anträge mit ein. Die CDU forderte einmal den Bau einer Umgehungsstraße für Hüttersdorf auf längere Sicht und kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Entlastung der Bürger in der Körpricher- und Primsweiler Straße. Nicolas Lorenz (CDU) forderte die Verwaltung auf, entsprechende Unterlagen zu erarbeiten. Dem widersprach Sandra Quinten (SPD). Der Bau einer Umgehungsstraße sei eine weitreichende Maßnahme. Mit einer Überwachung könnten erste Erfolge erzielt werden. Der CDU-Antrag wurde abgelehnt. Zu der Entlastung der Bürger in der Körpricher- und Primsweiler Straße forderte Lorenz, den gemeindeeigenen Radweg wieder vom Bewuchs zu befreien, damit er als Geh- und Radweg wieder in voller Breite genutzt werden könne. Eventuell könnten dann noch Parkplätze ausgewiesen werden. Auch im Bereich des Ufers müsste zurückgeschnitten werden. Armin Emanuel sprach dabei auch von unverantwortlichem Parken in diesem Bereich. Gewerbetreibende wurden angehalten, entsprechende Parkflächen vorzuhalten. Er glaube nicht, dass in diesem Bereich Parkbuchten angelegt werden können, denn diese würden wiederum die Sicht versperren. Auch seien die Mitarbeiter des Bauhofs gehalten, die Flächen im Herbst entsprechend zu reinigen. Somit seien die Forderungen des CDU-Antrages bereits bearbeitet.