Probleme wegen totem Internet sollen abgestellt werden.

Grüne foedern Strafen bei Internet-Ausfdall : Nach Anbieterwechsel sorgt totes Internet für viel Protest

In 2300 Fällen hatten Kunden 2018 nach einem Anbieterwechsel mehrere Tage kein Telefon oder Internet. Die Grünen fordern Konsequenzen.

Viele Verbraucher sind sauer, weil sie häufiger nach einem Wechsel des Mobilfunkanbieters vorübergehend Nachteile in Kauf nehmen müssen. Demnach wurden im letzten Jahr bei der Bundesnetzagentur 2350 Fälle angezeigt, in denen der Telefon- oder Internetanschluss von Kunden nach einem Anbieterwechsel mehr als einen Tag lang tot war. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Für den Grünen-Abgeordneten Oliver Krischer ist diese Zahl „nur die Spitze des Eisbergs“. Krischer verwies darauf, dass in den Vorjahren mit rund 3000 Anzeigen ähnliche Werte erreicht wurden. „Das läuft so seit Jahren ohne dass eine entscheidende Besserung in Sicht ist.“ Zumal die Dunkelziffer nicht angezeigter Ausfälle sicher weit höher liege. Der Abgeordnete schlug vor, pro Tag ohne Anschluss eine Entschädigung von 100 Euro zu erheben, die die Firmen an die Kunden zahlen müssten. „Das dürfte den notwendigen wirtschaftlichen Druck ausüben, dass die Übergabeprozesse besser koordiniert und mehr Techniker eingestellt werden“, so Krischer.

In England gebe es ein ähnliches Modell. Dort fallen geringere Strafgebühren an. Nach dem deutschen Telekommunikationsgesetz darf die Versorgung nach einem Anbieterwechsel nicht länger als einen Tag ausfallen. Um Beschwerden kümmert sich die Bundesnetzagentur.

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