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| 20:39 Uhr

Merkel und Seehofer
Presseschau

Die „Stuttgarter Zeitung“ schreibt zu Kanzlerin Merkel und der CDU:

Auch vermeintliche Ewigkanzler haben ein Ablaufdatum – ein Blick in die politische Ahnengalerie der CDU genügt. Merkels Partei kann kein Interesse daran haben, dass über dieses Datum fortlaufend spekuliert wird. Das würde die eigene Macht untergraben und damit auch eventuellen Nachfolgekandidaten schaden. Was die Union von Merkel erwarten darf, ist, dass sie solchen Leuten Möglichkeiten eröffnet und sie nicht auszubremsen versucht, dass sie den richtigen Augenblick des Rückzugs nicht so lange hinauszögert, bis ihn die Wähler diktieren.

„Die Welt“ aus Berlin meint zum selben Thema:

Merkel war schon eine schlechte Parteivorsitzende, als sie noch eine exzellente Kanzlerin war. Wer mit Unionisten spricht, auch jenen, die solidarisch schweigen, spürt, wie tief der Zorn über die Preisgabe alter Identitätsanker ist. Und als wäre das nicht schlimm genug, wirkt das eisige Schweigen so vieler, aus Angst und Verunsicherung, einschüchternd und wenig inspirierend. Die Kanzlerin hat die Beziehung zu ihrer Partei ohne jede Liebe und Leidenschaft kaputtrationalisiert. Deswegen kommt jetzt so wenig Herz zurück. Angesichts des aktuellen Elends der SPD genießt die CDU viel unverdiente Ruhe. Aber damit könnte es bald vorbei sein.

Die „Frankfurter Rundschau“ wiederum kommentiert zu Merkel:

Angela Merkel hat erneut versichert, was sie im Wahlkampf angekündigt hat: Sie will – wenn denn eine Regierung zustande kommt – für die gesamte Wahlperiode als Kanzlerin im Amt bleiben, dreieinhalb weitere Jahre also. Das ist nachvollziehbar. Die CDU hat kein Interesse, den Wettbewerb um den Titel als Partei der gebrochenen Versprechen und des Führungschaos gegen die SPD zu gewinnen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ befasst sich mit der künftigen deutschen Flüchtlingspolitik:

Es ist zu befürchten, dass ein Innen- und Heimatminister Seehofer das bayerische CSU-Erstaufnahme-Modell via große Koalition bundesweit exportieren wird. Viele Menschen werden in den Anker-Zentren keine Ruhe und Sicherheit finden. Das ist ein Problem gerade für jene, die irgendwann doch Schutz zugesprochen bekommen und legal in Deutschland bleiben dürfen; fast jeder Zweite, der gegen seinen negativen Asylbescheid klagt, gewinnt vor den Verwaltungsgerichten. Nach vielen Monaten der Ausgrenzung in einem Anker-Zentrum werden es diese Schutzberechtigten sehr schwer haben, Halt zu finden in Deutschland. Dieser Halt, dieses Vertrauen aber sind Voraussetzung für Integration.