Polizei durchsucht HSH Nordbank

Polizei durchsucht HSH Nordbank

Hamburg. Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch Geschäftsräume der HSH Nordbank und Privatwohnungen von früheren Vorstandsmitgliedern durchsucht. Durchsucht wurden die Bankzentralen in Hamburg und Kiel sowie fünf Privatwohnungen in Hamburg und Schleswig-Holstein

Hamburg. Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch Geschäftsräume der HSH Nordbank und Privatwohnungen von früheren Vorstandsmitgliedern durchsucht. Durchsucht wurden die Bankzentralen in Hamburg und Kiel sowie fünf Privatwohnungen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Die Behörde ermittelt seit Monaten gegen vier ehemalige und zwei aktuelle Top-Manager der Landesbank wegen des Verdachts der schweren Untreue sowie teilweise Bilanzfälschung. Die Durchsuchungen weisen darauf hin, dass sich bei der Staatsanwaltschaft der Verdacht auf strafbare Handlungen bei der krisengeschüttelten HSH Nordbank verfestigt hat. Der Sprecher der Behörde bezeichnete sie als "weiteren Ermittlungsschritt".Unterdessen veröffentlichte die Bank gestern tiefrote Zahlen zum ersten Quartal. Trotz eines positiven Steuereffekts belief sich der Verlust im ersten Quartal unter dem Strich auf insgesamt 276 (Vorjahreszeitraum: 231) Millionen Euro. Damit bleibt die HSH Nordbank als einzige Landesbank in der Verlustzone. Andere angeschlagene Institute wie die West-LB oder die Bayern-LB hatten im ersten Quartal einen Gewinn erzielt. Die HSH Nordbank will im kommenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. dpa