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Zuwanderer wollen mehr Bildung

Berlin. Viele Zuwanderer erhoffen sich in der Schule mehr Förderung für ihre Kinder, werden im Alltag aber oft enttäuscht. Eltern mit Migrationsbiografie sind zugleich fast immer stark am Bildungserfolg ihrer Töchter und Söhne interessiert. Agentur

Das ist das Ergebnis einer Studie der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität, die gestern vorgestellt wurde. Danach erhalten deutsche Schulen für konkrete "Willkommenskultur" und die Wertschätzung von Kindern mit Migrationshintergrund eher mäßige bis schlechte Noten.

Die repräsentative Untersuchung weist nach, dass sich 86 Prozent der rund 1700 befragten Zuwanderer-Eltern einen speziellen Deutschunterricht für Migranten wünschen, aber nur 27 Prozent diesen Service an der Schule ihrer Kinder auch vorfinden. Gezielte Förderung von Migrantenkindern durch ihre Lehrer erhoffen sich 83 Prozent der Eltern - doch nur für 29 Prozent geht dieser Wunsch in Erfüllung. Gleichzeitig zeige sich auch, dass die Kinder von Zuwanderern vor allem dann Schwierigkeiten hätten, wenn schon ihre Eltern - auch im deutschen Schulsystem - "nicht erfolgreich genug waren, um ihren Nachwuchs entsprechend den eigenen Erwartungen zu unterstützen".