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Eilmeldung : Annegret Kramp-Karrenbauer soll neue CDU-Generalsekretärin werden

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Zehntausende bei Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Düsseldorf/Saarbrücken. dpa/red

Bei der zweiten Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst haben gestern erneut zehntausende Beschäftigte der Länder die Arbeit niedergelegt. Schwerpunkt war Nordrhein-Westfalen, wo rund 20 000 Landesbedienstete in Düsseldorf für mehr Geld demonstrierten. In zahlreichen Schulen fielen Unterrichtsstunden aus. Auch in Hochschulen und Unikliniken, in Justiz, Finanzverwaltung oder Ministerien ruhte die Arbeit.

Warnstreiks gab es auch in Brandenburg, Niedersachsen, Bremen. In Rheinland-Pfalz und dem Saarland nahmen nach Verdi-Angaben 5000 Beschäftigte an den Warnstreiks teil. Insgesamt waren den Angaben zufolge 37 000 Demonstranten auf den Straßen. Für die Krankenhäuser habe es Notdienstvereinbarungen gegeben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, sagte ein Verdi-Sprecher. Die Proteste werden heute in Bayern und Baden-Württemberg fortgesetzt.



Verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp warnte die Arbeitgeber vor einer Eskalation. "Wer die Betriebsrenten der Beschäftigten bis zu 20 Prozent kürzen will und sich gleichzeitig - trotz steigender Steuereinnahmen - vor einem verhandlungsfähigen Angebot drückt, hat nicht die Wertschätzung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sinn", sagte Meerkamp.

Die Kernforderung für die bundesweit rund 800 000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst lautet 5,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 175 Euro im Monat. Daneben geht es auch um die betriebliche Altersvorsorge und die Befristung von Verträgen. Die Verhandlungen gehen am Montag in Potsdam in die dritte Runde. Das Tarifergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten sowie rund 700 000 Pensionäre übertragen werden.