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Unbequeme Wahrheiten



Meinung:

Unbequeme Wahrheiten

Von SZ-MitarbeiterFriedemann Diederichs

Trotz vieler Fortschritte leiden Minderheiten in den USA immer noch unter Rassenschranken und Benachteiligung, sei es bei der Behandlung durch die Polizei oder beim Wahlgang. Die Probleme liegen aber viel tiefer, als es der erste farbige Präsident der USA darstellt. Sie wurzeln auch im Unwillen vieler Schwarzer, Verantwortung für sich und ihre Familie zu übernehmen und ein Anspruchsdenken aufzugeben, das immer noch auf empfundenen Altschulden aus Zeiten der Sklaverei fußt. Keine andere Bevölkerungsschicht stellt den Statistiken zufolge mehr Straftäter und mehr Häftlinge als die Afro-Amerikaner. Und für keine Minderheit gibt es gleichzeitig mehr Förderprogramme. Das sind unbequeme Wahrheiten, die Obama mit Rücksicht auf seine Kern-Klientel nie erwähnt. Stattdessen versichert Obama immer wieder die Schwarzen ihrer Opfer-Rolle. Vorwärts gerichtet ist das jedoch nicht.