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Hybridtechnik
ZF steckt 800 Millionen in Saarbrücker Werk

Saarbrücken ist das ZF-Leitwerk für Getriebetechnik.
Saarbrücken ist das ZF-Leitwerk für Getriebetechnik. FOTO: picture alliance / dpa / dpa Picture-Alliance / Felix Kästle
Saarbrücken. Die Investition des Autozulieferers ist die größte der vergangenen Jahrzehnte in der Saar-Industrie. Von Joachim Wollschläger
Joachim Wollschläger

Der ZF-Konzern investiert innerhalb der nächsten vier Jahre 800 Millionen Euro in das Werk Saarbrücken. Die Fertigung von Getrieben für Autos mit Hybrid-Motoren soll deutlich ausgeweitet werden. Dafür will der Autozulieferer bestehende Produktionsanlagen ersetzen oder umrüsten. Im Zuge der Umstellung auf E-Mobilität erwartet ZF-Chef Wolf-Henning Scheider, dass „der Anteil an Hybridgetrieben in der Produktion sich in den nächsten Jahren verzehnfacht“. Hybridantriebe „sind viel mehr als eine Brückentechnologie“, sagt Scheider. Der Betriebsratsvorsitzende Matthias Scherer lobt die Investition als eine Zukunftssicherung für das Werk. Um den Mitarbeiterstand langfristig zu sichern, müssten aber noch weitere Produkte nach Saarbrücken kommen. Die Investition ist die größte seit Jahrzehnten in der saarländischen Industrie – das sind deutlich mehr als die 450 Millionen, die Saarstahl in die 2010 eingeweihte Saarschmiede investiert hat, und die 600 Millionen von Ford für die Produktion des neuen Focus.