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Zentralrat der Jesiden
Noch 1000 Frauen in IS-Gefangenschaft

Stuttgart. Nach der Vergabe des Friedensnobelpreises an Nadia Murad hofft der Zentralrat der Jesiden, dass die Jesidinnen in IS-Gefangenschaft wieder stärker in den Fokus geraten. dpa

„Es sind immer noch etwa 1000 Frauen in den Händen des IS – so, wie es Nadia Murad war“, sagte der Vorsitzende Irfan Ortac der „Heilbronner Stimme“. „Sie werden versklavt und missbraucht.“ Die irakische Menschenrechtsaktivistin Murad erhält den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem Arzt Denis Mukwege. Murad war auch wegen ihrer Religion mehrere Monate lang von IS-Milizen als Sex-Sklavin gehalten und brutal missbraucht worden. Ihr gelang damals die Flucht.