| 21:00 Uhr

Kommentar
Ewige MEZ oder gar nicht

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Die Zeitumstellungen im März und Oktober sind kostspielig, ungesund und ökologisch unsinnig. Die Rückkehr zur ganzjährigen Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in Deutschland wäre naheliegend und problemlos. Von Ulrich Brenner
Ulrich Brenner

Sie ist historisch gewachsen, weil dann die Sonne ungefähr mittags am höchsten steht und es beim Weg zu Schule und Arbeit meist hell ist. Eine Mehrheit der deutschen Teilnehmer am EU-Votum hat aber leider (vielleicht weil gerade Sommer war) mit Blick auf den Freizeitwert für die ewige Sommerzeit (MESZ) gestimmt. Zugegeben: Lange Abende haben Charme. Nur heißt das im Winter: Sonnenaufgang in Saarbrücken oder Trier um 9.30 Uhr – eineinhalb Stunden nach Schulbeginn! Und würden sich die westlichen Nachbarn in Frankreich darauf einlassen, dass in der Bretagne im Winter erst um 10.10 Uhr die Sonne aufgeht? Frankreich dürfte sich eher für die ewige MEZ entscheiden. Dann aber können wir in unserer Region bei jeder Fahrt nach Thionville und Metz die Uhr umstellen. Na, dann doch lieber zwei Mal im Jahr – zähneknirschend.