| 19:35 Uhr

Worte allein genügen nicht

Mit ihrer Kritik an Donald Trump hat Kanzlerin Merkel vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen. Der Widerwille gegen den US-Präsidenten ist im transatlantischen Verhältnis bereits seit dessen Amtsantritt im Januar spürbar. Gut für Merkels Wahlkampf sind die deutlichen Worte der sonst so zurückhaltenden Kanzlerin obendrein. Zurecht kritisieren sie und andere Politiker, dass Trump den Zusammenhalt zwischen Amerika und Europa auf eine bloße monetäre Transaktion zu reduzieren scheint. Wer nicht zahlt, bleibt außerhalb des US-Schutzschirms. Damit stellt Trump das amerikanisch-europäische Bündnis in Frage.

Mit ihrer Kritik an Donald Trump hat Kanzlerin Merkel vielen Menschen aus dem Herzen gesprochen. Der Widerwille gegen den US-Präsidenten ist im transatlantischen Verhältnis bereits seit dessen Amtsantritt im Januar spürbar. Gut für Merkels Wahlkampf sind die deutlichen Worte der sonst so zurückhaltenden Kanzlerin obendrein. Zurecht kritisieren sie und andere Politiker, dass Trump den Zusammenhalt zwischen Amerika und Europa auf eine bloße monetäre Transaktion zu reduzieren scheint. Wer nicht zahlt, bleibt außerhalb des US-Schutzschirms. Damit stellt Trump das amerikanisch-europäische Bündnis in Frage.


Doch zu den möglichen Konsequenzen der von ihr geforderten stärkeren Eigenständigkeit Europas schweigt die Kanzlerin. Ohne Schutz durch die USA müssten die Europäer wesentlich mehr für ihre Verteidigung ausgeben als bisher. Aber wäre das politisch durchsetzbar?