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| 21:19 Uhr

Innenstädte
Wie das Saarland gegen die Leerstände kämpft

Saarbrücken. In Illingen ist es ein alteingesessener Buchladen, in Lebach ein Musikgeschäft, in Saarbrücken ein Brezelverkäufer mit Kult-Status – nur die jüngsten Beispiele für Geschäfte in saarländischen Ortskernen, die schließen. Weil sich kein Nachfolger findet, weil die Kunden lieber im Internet kaufen, weil der Hausbesitzer zu hohe Mieten verlangt. Die Folge sind Leerstände, die „ein zunehmendes Problem“ im Saarland darstellen, vor allem in ländlichen Regionen, sagt Jürgen Fried.
Frauke Scholl

In Illingen ist es ein alteingesessener Buchladen, in Lebach ein Musikgeschäft, in Saarbrücken ein Brezelverkäufer mit Kult-Status – nur die jüngsten Beispiele für Geschäfte in saarländischen Ortskernen, die schließen. Weil sich kein Nachfolger findet, weil die Kunden lieber im Internet kaufen, weil der Hausbesitzer zu hohe Mieten verlangt. Die Folge sind Leerstände, die „ein zunehmendes Problem“ im Saarland darstellen, vor allem in ländlichen Regionen, sagt Jürgen Fried.

Auch wenn genaue Zahlen unklar sind: „Die Politik im Saarland ist sich der Sache bewusst und kümmert sich“, sagt der Städte­tagspräsident. Die Kommunen kämpfen mit Konzepten, Sanierungen, City-Managern oder Mietzuschüssen (etwa in Neunkirchen und Dillingen) gegen die Verödung. Zumindest die größeren. Um landesweite Lösungen für alle zu finden, hält Fried einen „runden Tisch“ mit allen beteiligten Akteuren für nötig. Einen solchen hat die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag auch versprochen. Das „Zukunftsforum Handel“ sei in Vorbereitung, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Von einer „Gemeinschaftsaufgabe“ sprechen auch Fabian Schulz, Chef der Einzelhändler im Saarland, und Carsten Meier, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK. Alle Beteiligten müssten reagieren auf den Strukturwandel in Handel und Gesellschaft – und das Internet auch als Chance für den Handel vor Ort sehen. Gleichzeitig werben Kampagnen wie das „Heimat-Shoppen“ der IHK oder „Gudd inkaaf“ in Neunkirchen aber auch um ein neues Bewusstsein beim Kunden: Dass Klicks zwar praktisch sind, aber dem Laden um die Ecke nicht gut tun.