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Fettleibigkeit bei Kindern
WHO will Werbung für Dickmacher verbieten

Genf. Die Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen hat in Deutschland alarmierende Ausmaße angenommen. Das Problem muss nach Auffassung einer Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rigoroser bekämpft werden. Vor allem die Werbung für Süßwaren, Junk-Food oder Bier müsse stärker eingeschränkt werden. „Es reicht nicht, bei Werbung auf eine freiwillige Selbstkontrolle durch die Hersteller von Junk Food zu setzen“, sagte die Ernährungswissenschaftlerin Juana Willumsen, WHO-Expertin für Fettleibigkeit bei Kindern. „Die Werbung muss klar reguliert sein, die Einhaltung muss überwacht werden, und es muss Strafen bei Verstößen geben.“

Auch nach Ansicht der Verbraucherorganisation Foodwatch trägt die Lebensmittelindustrie eine Mitschuld für Übergewicht und Fehlernährung bei Kindern, da sie fast ausschließlich unausgewogene Produkte vermarkte, etwa Süßigkeiten oder salzig-fettige Snacks. „Damit muss Schluss sein“, sagte Foodwatch-Sprecher Andreas Winkler.