| 20:34 Uhr

Moskau/Berlin
Weltweite Sorge vor neuem Wettrüsten der Atommächte

Moskau/Berlin. (afp/dpa) Der von den USA angekündigte Ausstieg aus einem zentralen Abrüstungsabkommen mit Russland hat weltweit Sorge vor einem neuen Wettrüsten hervorgerufen.

Wenn US-Präsident Donald Trump seinen Plan in die Tat umsetze, werde dies „die Welt gefährlicher machen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gestern und kündigte bereits Gegenmaßnahmen an. Russland müsse dann „nach einer Wiederherstellung des Gleichgewichts in diesem Bereich suchen“.


Die EU appellierte an die USA und Russland, das Abrüstungsabkommen zu „erhalten“. Beide Seiten müssten in einem „konstruktiven Dialog“ bleiben. Die Bundesregierung bedauerte die Ankündigung Trumps, da der INF-Vertrag Europa sicherer gemacht habe. Ex-Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte derweil eine neue Abrüstungsinitiative. „Wenn es nicht gelingt, die atomare Spirale erneut zu stoppen, sind wir in Zentraleuropa und hier in Deutschland wieder Schauplatz des atomaren Wahnsinns", erklärte er.